eSports: 5 Gründe für die rasante Entwicklung

Quelle: IBT

Viele Leute sind noch immer der Auffassung, dass klassische Videospiele sowie Online Casino Games nur eine Art Freizeitbeschäftigung sind und nur der reinen Erholung dienen. Andere wiederrum halten sie für völligen Unsinn und fragen sich, warum man überhaupt wertvolle Lebenszeit darauf verschwendet. Vielleicht sorgen eSports in naher Zukunft für eine breite Akzeptanz.

In den letzten Jahren hat sich eSport sehr stark verbreitet und die Meinungen darüber ebenso verändert. Als offizielle Sportart ist der elektronische Sport bereits in rund 20 Ländern wie z. B.  Deutschland, China, USA, Südkorea und Russland anerkannt. In den USA bekommen Gamer an Universitäten sogar dieselben Stipendien, wie andere Sportler des „echten“ Sports und dafür gibt es gute Gründe.

Unabhängigkeit von den physischen Eigenschaften

Ein Fan von Borussia Dortmund kann möglicherweise kaum selbst Profisportler in seinem Lieblingsverein werden, denn den meisten fehlt schlicht die physische finesse. Neben dem Talent sollte man als Basketballspieler möglichst groß sein, als Jockey möglichst klein sowie schlank und als Football-Spieler groß und stark sein. Ein eSportler kann völlig unabhängig von seinen physischen Eigenschaften erfolgreich werden und jeder hat die Möglichkeit, z. B. an einem FIFA Amateur-Turnier teilzunehmen und einen Preis zu gewinnen. Natürlich braucht man dafür eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit, spaß an dem Spiel und eine gewisse spielerische Intelligenz, aber diese Eigenschaften lassen sich trainieren – auch wenn man körperlich eher unsportlich ist. Das Einzige was man dazu braucht, ist den Willen eisern zu trainieren. „Je mehr DU trainierst, desto besser spielst DU!“

Die leichte Verfügbarkeit

Möchte man ein paar runden Skilaufen, muss man sich logischerweise erst einen geeigneten Ort suchen – meist sogar in eine andere Stadt oder gar ein anderes Land. Um sich intensiv mit dem eSport zu beschäftigen, fällt dieses Problem gänzlich weg. Ähnlich wie bei Online Casino Games, benötigt man nur einen Computer mit Storm und einen Internet-Zugang.

Riesige Geldpreise

eSport-Turniere haben oftmals einen beachtlichen Preispool. Zieht man das Dota2-Turnier „The International 2016“ als Beispiel heran, betrug der Preispool mehr als 20 Millionen US-Dollar. Die Siegermannschaft hat hierraus allein rund 9 Millionen US-Dollar erhalten und wenn man bedenkt, dass einige Spieler des Teams noch nicht einmal volljährig sind, ermöglich das Geld Ihnen unter Umständen eine gute Ausbildung. Die wichtigste Geldgeber im eSport sind in der Regel große Marken bzw. Firmen aus dem Gaming Business, wie z. B. Publisher und Entwickler Valve. Sie organisieren viele Turniere für unterschiedliche Titel und zahlen den Teams hohe Prämien. Natürlich nicht ohne Eigenzweck, denn mit den Turnieren erhofft man sich auch die eigenen Spiele zu bewerben und populärer zu machen. Zu den bestbezahlten Disziplinen gehören derzeit Dota 2, League of Legends und Counter-Strike. Zu den Investoren zählen auch andere große Namen der Forbes-Liste wie Warren Buffett, Jeff Bezos und Alischer Usmanow.

Vollwertige Arbeit mit Bezahlung

Der eSport ist mehr als ein reines Unterhaltungsformat und stellt bereits jetzt den Hauptberuf tausender Menschen dar. So beschäftigen sich, neben den Spielern, zahlreiche Journalisten und Blogger mit der Thematik, die über neue Veranstaltungen berichten und sie auch besuchen. Damit es diese Events überhaupt gibt, kümmen sich ebensoviele Organisatoren um die Abwicklung und Ingenieure um die ganze Ausrüstung sowie Technik vor Ort.

Früher bekamen eSport-Spieler nur Turnierpreise für die oberen Preisplätze. Daher waren Sie stets darauf angewiesen, einer Nebenbeschäftigung nachzugehen, um den Lebensunterhalt auch bei einer schlechten Leistung zu sichern. In Folge dessen, hatten viele Spieler nicht genügend Zeit für ein intensives Training Ihrer Spiele und es war für Sie deutlich schwerer, sich in den Spielen fortwährend weiter zu entwickeln. Diese Umstände führten notgedrungen dazu, dass einige Spieler den eSport wieder verlassen mussten. Da eSportler langsam auch zu einer anerkannten Berufsgruppe heranwachsen, erhalten die Spieler bereits jetzt schon ein regelmäßiges und zuvor festgesetztes Gehalt, damit Sie sich die ganze Zeit auf den Wettkampf konzentrieren können und Zeit haben, Ihre Spielfähigkeiten zu verbessern.

Arbeit, die Spaß macht

Alle träumen von solch einer Arbeit, welche nicht langweilig ist und gleichzeitig Spaß macht. eSport-Spieler haben schon solch eine Arbeit. Zuerst war es für sie nur ein Hobby, spielten einfach für den Spaß an der Sache, um irgendwie ihre Freizeit zu verbringen. Mit der Zeit wurde es gewinnbringend. So machten sie ihr Hobby zum Beruf. Wie könnte es besser laufen?

eSport hat mehr mit Fußball zu tun als manch einer denken mag. Die bedeutendste Turniere werden auch von Millionen von Menschen auf der Welt angeschaut. Die besten Spieler sorgen bei den Zuschauern für schöne Momente und werden zu Legenden. Fans kaufen verschiedene Arten von Merchandise und Buchmacher nehmen Wetten auf verschiedenen Veranstaltungen und Turnieren an. Zur Zeit befindet sich der eSport, neben anderen Sportarten, auf dem achten Platz der Weltrangliste. Laut Experten könnte der Sport 2018 schon den ersten Platz einnehmen. Obwohl eSport noch immer in den Kinderschuhen steckt und sich entwickelt, ist es schon eine der populärsten Sportarten auf der Welt. Höchstwahrscheinlich wird es bald schon zu der normalsten Sache der Welt gehören, sich eSport-Turniere in der Sportbar nebenan anzuschauen.

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