Wie würde wohl ein Spiel aussehen, das von einem steten Wechselspiel völlig individueller Charaktere geprägt ist, die alle auf ihre Weise ein wenig abgefahren sind? Nun, Volition macht es vor und schickt in „Agents of Mayhem“ eine durchgeknallte Heldencrew ins Rennen, um in einem futuristischen Städtchen ordentlich aufzuräumen. Ob das Third-Person-Action-Abenteuer samt bizarrem Humor auch uns überzeugen kann?

Eine Heldencrew der besonderen Art

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse geht in die nächste Runde. Die etwas eigenwillige Agententruppe Mayhem wird mit ihrem schwersten Fall betraut. Der verrückte Bösewicht „Morning Star“ hat all seine Schurken zusammengetrommelt, um mit dem düsteren Verbund Legion ins beschauliche Seoul einzumarschieren. Mit ausgefeilter Teleportationstechnologie will er die Herrschaft der Welt an sich reißen und die Menschheit unterwerfen. Das kann Mayhem nicht auf sich sitzen lassen und sagt den düsteren Fieslingen den Kampf an. Nur gut, dass die heldenhaften Agenten nicht nur ihre ganz eigenen Macken, sondern vor allem auch ihre ganz besonderen Fähigkeiten zu Hilfe kommen.

Eine individuellere Charakterzeichnung ist wohl kaum möglich!

In der Third-Person-Perspektive macht sich der Spieler auf die Reise und schickt insgesamt zwölf Spezialisten in den Kampf, die den irren Gegenspielern ordentlich eins draufgeben sollen. Die einzelnen Missionen werden dabei in Dreier-Gruppen anvisiert, von denen jedoch nur eine Person aktiv in den Kampf eingebunden ist. Die anderen beiden verweilen indessen auf der Reservebank. Der Spieler kann dabei jederzeit auf jedes der Mitglieder zugreifen, sollte die aktuelle Taktik einmal nicht funktionieren. Dass die Agenten nicht gerade dem lupenreinen Heldenimage entsprechen und das ein oder andere Klischee bedienen, ist nicht weiter störend, sondern zaubert dem Spieler regelmäßig ein Schmunzeln ins Gesicht. So gibt es zum Beispiel „Hollywood“, der als bekannter Reality-Star nicht gerade wenig selbstverliebt als auch die Italienerin Joule, die zu jedem Zeitpunkt auf Stil und Eleganz bedacht ist. Red Card, ein deutscher Hooligan, hegt gegen Legion ganz besondere Aggressionen, weil diese es doch glatt wagten, das Spiel seiner Lieblingsmannschaft zu torpedieren. Und diese Vielfalt unterschiedlicher Persönlichkeiten wartet passenderweise mit besonders kontrastreichen Spezialfähigkeiten auf, welche immer wieder die taktische Komponente des Spiels hervorheben. So ist die Inderin Rama beispielsweise eine perfekte Bogenschützin und lässt den Pfeil gerne mal haargenau im gegnerischen Feld landen. Hardtack lässt es mit seiner Pumpgun vor allem auf kurzen Distanzen ordentlich krachen und Hollywood lässt wahrliche Explosionen vom Himmel rieseln. Dabei bietet die offene Welt neben rund sechzig Hauptmissionen ein ganzes Sammelsurium an Nebenquests, die immer wieder das individuelle Können der einzelnen Helden abverlangen.

Eine futuristische Kulisse mit ihren ganz eigenen Herausforderungen

Damit der Spieler das Spiel ganz seinem individuellen Gusto anpassen kann, stehen ihm ganze fünfzehn Schwierigkeitsstufen zur Verfügung, die immer wieder neue Herausforderungen bieten.bOptisch punktet Agents of Mayhem mit einem coolen Neon-Look und liebevollen Animationen, welche das futuristische Setting einmal mehr unterstreichen. Auch soundtechnisch erlebt man hier eine Erinnerung an so manche Genregröße und darf sich über einen angenehmen Klangteppich freuen, der vor allem die actiongeladenen Passagen der Heldentruppe gekonnt untermalt.

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