Der dunkle Ritter ist zurück. Ob er mit dem neuem Entwicklerstudio WB Games Montreal erneut überzeugen kann erfahrt ihr in unserem Test zu Batman: Arkham Origins.


Die Fledermaus wagt sich erneut in den Kampf gegen zahlreiche Bösewichte. Diesmal spielen wir die Anfänge vom maskierten Helden und bekommen es mit Black Mask zu tun. Dieser setzt ein Kopfgeld auf uns aus und lockt damit selbstverständlich allerlei Schurken an. Bruce Wayne wäre jedoch nicht Batman wenn er Alfred’s Rat, einfach die Nacht in der Bathöhle zu verbringen, folgen würde. Ganz im Gegenteil ist er der Meinung, dass Unschuldige in Gefahr gebracht werden könnten und so zieht er hinaus in die dunkelsten Ecken von Gotham City auf der Suche nach dem nächsten Feind.

Was sofort auffällt ist die verblüffende Ähnlichkeit zu den Vorgängertiteln, dies ist jedoch nicht nur im Bezug auf das Design bezogen, sondern auch auf die Kämpfe und Gadgets. Von Beginn an schlagen wir uns wieder mit den gewohnten Kombos durch Gruppen von Gegnern und benutzen neben den Schlägen auch wieder zahlreiche Konter. Wände sprengen wir wieder mit dem Explosiv-Gel, Gitter öffnen wir mit der Batclaw und Tatorte erkunden wir mit unserer Detektiv-Sicht. Dann wäre da außerdem noch der Batarang, der z. B. wieder für die Betätigung von Schaltern eingesetzt wird. Kaum Neuerungen erwarten uns also im Gameplay, denn auch der übliche Verlauf von Hauptmission und Nebenmissionen ist hier wieder vorzufinden. Lediglich der Riddler beglückt uns nicht mehr mit seinen Rätseln, dafür hat diese Funktion ein anderer kluger Kopf aus dem Batman-Universum übernommen, wer das ist behalten wir an dieser Stelle aber für uns.

Keine Neuerungen im Gameplay, taugt denn wenigstens die Story etwas? Ja das tut sie, zwar erfahren wir relativ schnell wer es auf uns abgesehen hat und der Überraschungseffekt unseres nächsten Feindes schwindet, jedoch gibt es viele Twists in der Geschichte. Bei diesen Wendungen macht Batman auf jedenfall wieder Spaß und man kann es kaum abwarten sich den Weg zum nächsten Fiesling zu ebnen. Ihr flattert wie üblich wieder durch die Nächte von Gotham und auch hier gibt es jede Menge Abschaum auf den Straßen, die es auf Prügeleien abgesehen haben. Eine gute Möglichkeit ein bisschen extra Erfahrung zu sammeln und diese Punkte in Verbesserungen euer Fähigkeiten zu verteilen.

Grafisch und soundtechnisch erwartet uns wieder eine gute Präsentation. Die Synchronsprecher machen eine gute Arbeit und grafisch gibt es zwar keine Verbesserung, allerdings stören die wenigen Matschtexturen nicht sonderlich. Und zu guter Letzt möchten wir jetzt noch zu zwei Neuerungen kommen, die das Spielerlebnis ein ganz kleines bisschen abwechslungsreicher machen. Da wäre einmal die Schnellreisefunktion, die wir benutzen können um wie der Name schon sagt „schnell“ von Ort zu Ort zu kommen, bzw. in diesem Fall von Funkmast zu Funkmast, denn diese müssen wir erst einmal „erobern“. Punkt Nummer 2 ist dann noch eine zusätzliche Untersuchung von Tatorten und zwar suchen wir nicht nur nach Hinweisen in der Detektiv-Sicht, sondern können sogar den Ablauf des Verbrechens zurückverfolgen.

Vom Einzelspieler kommen wir dann zum Mehrspieler. Mehrspieler in Batman? Ja, richtig gelesen. Erstmals gibt es die Möglichkeit mit euren Helden auch online zu spielen. Derzeit könnt ihr zwischen dem klassischen Team-Deathmatch oder Jäger-Modus auswählen. Letzterer ist sogar sehr gut geworden. Als Batman und Robin ist es euer Ziel die Bösewichte möglich lautlos auszuschalten und keine Aufmerksamkeit zu erzeugen. Fans können außerdem neben der klassischen Variante von Batman: Arkham Origins zur Collector’s Edition greifen, welche mit allerlei Boni daherkommt und eine sehr hübsche und große Statue von Batman und dem Joker beinhaltet.

Fazit

Batman ist mein absoluter Liebling unter den Superhelden. Leider waren meine Erwartungen wohl zu groß, denn über die Anfänge von Bruce Wayne erfahren wir in diesem Spiel sehr wenig. Spielerisch reiht er sich an die Vorgänger an, kommt jedoch mit zu wenig Neuerungen und innovativen Ideen daher. So bleibt den Fans lediglich ein weiteres, identisches Abenteuer mit anderer Story. Schade, aber vielleicht wird ja eine Next-Gen-Fassung vom Fledermausmann kommen, die uns alle aus den Socken haut. Bis dahin lohnt es sich allemal, Gotham erneut einen Besuch abzustatten und den Bösewichten das Handwerk zu legen.

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