Das „Get Even“ ein Spiel der besonderen Art werden würde, war schon von Anfang an kein Geheimnis. Schließlich vereint das Werk von The Farm 51 gleich mehrere Genres und mutet zu einer emotionalen Spielerfahrung an. Wir verraten euch, ob der interaktive Thriller hält, was der Trailer bereits vor einiger Zeit versprochen hat.

Wenn alle Erinnerungen wie ausgelöscht sind

Ein junges Mädchen ist weinend an einen Stuhl gefesselt. Die Uhr tickt und es besteht kein Zweifel, dass jede Sekunde zählt. Dann ein grelles Licht und das eigentliche Abenteuer beginnt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Cole Black, der als eine Art Spezial-Agent fungiert und benommen in einer düsteren Umgebung erwacht. Bisher ahnt er nicht, was noch auf ihn zukommen soll und auch seine bisherigen Erinnerungen scheinen wie ausgelöscht. Seine Mission: Er soll sich auf die Suche nach einem entführten Mädchen begeben. Allein die marode Nervenheilanstalt wirkt nicht gerade einladend und auch die Insassen sind Cole nicht gerade freundlich gesinnt. Aber ist das alles überhaupt Wirklichkeit? Schon bald stellt Cole fest, dass die Kulisse auf seinen bloßen Erinnerungen basiert, die allesamt einen wichtigen Teil zur Aufklärung von Coles Situation beitragen. Zudem gibt ihm ein nicht greifbarer Fremder namens Red immer wieder rätselhafte Hinweise. Was hat es mit dem entführten Mädchen auf sich? Ist Cole wirklich ein Ermittler oder spielt er eine ganz andere Rolle? Viel Zeit bleibt dem vermeintlichen Helden nicht, denn die Realität schwindet immer mehr dahin.

Ist das gerade real oder nicht?

Im Kern besteht „Get Even“ darin, relevante Dokumente und Fotos ausfindig zu machen, die den Spieler immer weiter an die Wahrheit heranführen. Zu den wichtigsten Utensilien zählt unter anderem ein ausgeklügeltes Smartphone, mit dem sich die Umgebung auf nützliche Informationen scannen lässt sowie gut platzierte Rätsel lösen lassen. Besonders reizvoll macht das Spiel mitunter auch die Tatsache, dass man nicht nur in der Ego-Ansicht die düstere Anstalt durchstreift, sondern sich das Geschehen gleich auf mehreren Ebenen abspielt. Wo die Realität von Cole endet und wo Fiktion letztlich beginnt, ist selbst für den Spieler nicht immer eindeutig zu erfassen. So wird man immer wieder in eine bizarre Gedankenwelt manövriert und hangelt sich von einer Erinnerung zur nächsten. Je weiter man in dem Spiel fortschreitet, desto unwirklicher und spannender gestalt