Verwunschene Orte eignen sich nicht selten als perfekte Kulisse für farbenfrohe Adventures – offenbaren sie den Spielern doch eine ganze Bandbreite interessanter Rätsel. Das Puzzle-Adventure „RiME“ von Tequila Works erzählt den Spielern eine emotionale Geschichte ohne dabei auch nur ein einziges Wort zu verlieren. Doch ob der ganz eigene Stil des Titels auch spielerisch überzeugen kann?

Wenn man ganz allein ist. Oder etwa nicht? Ein mächtiger Sturm wütet über dem Ozean und gellende Blitze schnellen über die tosenden Wellen. Ein einsames Schiff wird durch die Wassermassen hin -und hergeschleudert und schließlich von selbigen erfasst. Dann folgt der Szenenwechsel: Ein kleiner Junge erwacht an einem friedlichem Strand einer scheinbar menschenleeren Insel. Was ihn an diesen Ort gebracht hat, weiß er nicht. Einzig ein roter Umhang zählt zu den wenigen Kleidungsstücken, die ihm verblieben sind. Als er sich umsieht und die Insel Stück für Stück erkundet, zeigt sich ihm eine ebenso idyllische wie ausgestorbene Landschaft. Überhaupt versprüht die Insel ein beinahe gespenstisch schönes Flair. Als der Junge weiter ins Innere der Insel vordringt, macht er eine Begegnung der besonderen Art. Ein kleiner Fuchs hat sich selbst als sein persönlicher Guide auserkoren und weist ihm mit seiner Spürnase den Weg. Doch wohin wird der haarige Gefährte den Jungen führen? Und was genau hat ihn an diesen Ort gebracht?

Was ist hier passiert?

Bereits nach kurzer Zeit verdeutlicht die eigentümliche Symbolik sowie der sanfte Erzählstil, dass es sich bei „RiME“ um ein ganz besonderes Spiel handelt. Und auch wenn das Spiel gänzlich ohne Dialoge auskommt, weist das Geschehen völlig eindeutig auf entscheidende Details hin, die für das Vorankommen relevant sind. Überall trifft man auf Ruinen, Tempelanlagen, kryptische Malereien und magische Lichter, die Zeugen einer längst vergessene