2015 gelang Nintendo mit „Splatoon“ für die Wii U ein Überraschungshit der besonderen Art, welcher die Zockergemeinde in ein kunterbuntes Farbenmeer eintauchen ließ. Am 21. Juli 2017 veröffentlichte Nintendo mit „Splatoon 2“ den lang ersehnten Nachfolger und holt die Inklinge samt ihrer Tentakel zurück auf den heimischen Bildschirm. Ob das Gameplay erneut zu überzeugen weiß und welche neuen Features euch erwarten, erfahrt ihr in unserem Test.

Lasst die Lachse Farbe futtern!

Mit „Splatoon 2“ ist Nintendo dem außergewöhnlichen Spielkonzept des Vorgängers treu geblieben und eröffnet das Spiel sogleich mit einem opulenten Intro. Ausgangspunkt ist der altbekannte Inkopolis-Platz, über den der Spieler Geschlecht, Aussehen und Klamotte seines Spielhelden festlegen kann. Wie auch schon im Vorgänger übernimmt der Spieler auch diesmal die Rolle eines Inklings, einem Mix aus Kind und Tintenfisch, welcher jederzeit zwischen seiner menschlichen und tierischen Gestalt wechseln kann. Während man sich zu Fuße allerlei Farbspritzpistolen bedienen kann, ist man als Tintenfisch Meister des Tauchens und kann sogar eingefärbte Mauern entlangschwimmen. Ausgerichtet ist „Splatoon 2“ zweifelsohne auf die schier endlosen Mehrspieler-Modi, in denen der Spieler lokal verschiedene Versus-Matches oder sogar mehrstündige Events antreten kann. In Salmon Run treten beispielsweise bis zu vier Spieler in einem Team an und müssen sich auf einem feststeckenden Boot durch drei erbarmungslose Gegnerwellen kämpfen. Hierbei werden sie von einer Armee lachsähnlicher Fischmonster heimgesucht, die aus dem umliegenden Wasser herabströmen und nur mit viel Geduld auszulöschen sind. In Revierkämpfen hingegen wird zur Spritzpistole gegriffen, um möglichst viele Plattformen in die eigene Teamfarbe zu tauchen und diese entsprechend zu verteidigen.

Die Muränentürme warten

Wenn auch Splatoon 2 sich als hausgemachter Multiplayer-Shooter versteht, hat Nintendo Solisten ebenso mit einer anspruchsvollen Single-Player-Kampagne bedacht. Ganze 27 abwechslungsreiche Levels gilt es zu erkunden, in denen der Spieler sich auf die Suche nach verschollenen Elektrowels begibt, fiesen Oktarianer-Armeen begegnet oder mit Drehschaltern bunte Farbe sprenkelt. Für die optimale Dauerbespaßung stehen dem Spieler wieder allerlei Farbspucker zur Verfügung, die allesamt originell umgesetzt sind und ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen besitzen. Neben Farbeimern und Airbrush-Düsen geht es mit der Farbregenwolke, oder dem Jetpack wieder ordentlich zur Sache. Sämtliche Maps sind toll in Szene gesetzt und bieten den optimalen Spielplatz für das bunte Treiben. So shootet sich der Spieler über eine Rockbühne, durch ein Fitnessstudio, geradewegs zum Heilbutt-Hafen und in die Muränentürme, die schon vor zwei Jahren zu begeistern wussten.

Grafik: Wenn die Farbkleckse förmlich greifbar sind

Die moderne Hardware kam auch der Grafik zugute und liefert ein aufgehübschtes Gesamtbild. So fällt die Umgebung nicht nur wesentlich detaillierter aus, vielmehr haben die Lichteffekte samt Reflexionen der Kulisse deutlich mehr Leben eingehaucht. Begleitet wird das bunte Treiben durch einen fröhlichen Soundtrack, der den Spieler in hitzigen Gefechten so richtig antreibt.

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