Wie spielt sich wohl ein Titel, der aus der Feder eines einzigen Entwicklers stammt? David Wehle zeigte bereits mit „Home is where one starts“ , dass dieses Unterfangen durchaus lohnenswerte Früchte tragen kann und legte nun mit dem ergreifenden Adventure „The First Tree“ nach. Ob die interaktive Geschichte einer Füchsin auf der Suche nach Ihren Lieben auch uns berührt und warum der Titel gleich zwei Geschichten erzählt, erfahrt ihr in unserem Test.

Wo führt uns unser Weg hin?

Im Fokus des Spiels steht der Verlust eines Pärchens sowie die Reise einer Füchsin, die in den Weiten einer träumerischen Landschaft ihre Kinder sucht. Doch schnell zeigt sich, dass die beinahe mystischen Landschaften durch die der Spieler eben noch flanierte, nicht real sind und es sich hierbei nur um eine Art sinnbildliche Traumreise eines Mannes handelt, der seinen Vater wieder finden möchte. Immer mehr verschwimmen die beiden Ebenen und schon bald merkt man, dass jeder Schritt der Füchsin neue Antworten liefert und vor allem die Probleme zwischen einem Sohn und seinem Vater sich immer weiter herauskristallisieren.

Wenn die Sterne dir den Weg weisen

Wenn auch die Hauptrollen der Story eigentlich von menschlichen Figuren besetzt sind, ist es doch die Reise der Füchsin, die das eigentliche Spiel darstellt. Auf wirkliche Rätselpassagen verzichtet das Spiel zwar, dennoch sammelt der Spieler immer wieder Erinnerungsstücke und kleine leuchtende Sterne, die eine ganz besondere Symbolfunktion in dem Titel einnehmen. Abgerundet wird das Spiel mit einem außergewöhnlichen Ende, das wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Überhaupt macht der Weg des Fuchses die eigentliche Stimmung des Spiels aus und wird so manchen Spieler schnell nachdenklich stimmen.

Eine Geschichte in tausend Farben

Grafisch glänzt The First Tree vor allem durch seine Farbenpracht und dem gelungenen Spiel aus Licht und Schatten. Auch die sanften Klavierklänge könnten nicht besser auf die Szenerie zugeschnitten sein und der englische Sprecher haucht der Geschichte die richtige Prise Leben ein.

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