Was muss ein Spiel überhaupt haben um für mich in die Liste der „Spiele des Jahres“ aufgenommen zu werden? Für mich ist es ganz klar: Eine packende Story, schönes Setting und flüssiges Gameplay. Das ist es, was ein gutes Spiel für mich ausmacht. Dieses Jahr haben einige Spiele diese Anforderungen erfüllt, weshalb es mir besonders schwer fiel, nur drei Titel auszuwählen. Meine Liste könnte wirklich locker doppelt so lange sein, aber hier präsentiere ich euch die drei Spiele, die für mich 2016 besonders herausragend waren.

 

Platz 3

Unravel

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Auf meinem dritten Platz befindet sich ein Indiespiel aus dem schwedischen Hause ColdWood Interactive, welches schon zu Anfang des Jahres von EA gepublished wurde: Unravel.

Unravel ist ein unglaublich liebevoll gestaltetes Spiel, welches mich mit seiner herzergreifenden Message völlig in seinen Bann gezogen hat.
Durch die Atmosphäre und das Gameplay hat es sich fast schon angefühlt, als wäre man mitten in der Welt von Yarny, dem kleinen Wollmännchen. Mit ihm habe ich mich leidenschaftlich gerne durch unterschiedlichste Landschaften geschwungen, um die Erinnerungen der alten Frau einzusammeln, aus deren Wollkorb der liebenswürdige Held geplumpst ist.
Passender Sound, wie das Summen von Fliegen, plätscherndem Wasser oder zwitschernden Vögeln verleihen dem Titel einen ganz besonderen Charme.
Das Spiel hat seine Platzierung auf jeden Fall verdient, da selten Platformer erscheinen, die auf eine so einmalige Art und Weise überzeugen (9 von 10 bei uns im Test).

 

Platz 2

Uncharted 4: A Thief’s End

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Als Abschluss der ohnehin schon wahnsinnig guten Uncharted-Reihe, setzt Naughty Dog mit Uncharted 4: A Thief’s End nochmal richtig einen drauf. Das Spiel ist für mich zweifellos ein Meisterwerk, welches an Grafik, Story und flüssigem Gameplay kaum zu übertreffen ist.

Mit niemandem lieber als Nathan Drake habe ich mich durch ein so aufregendes Abenteuer geschwungen, auch wenn er mich des öfteren in einen Zwiespalt getrieben hat: Im einen Moment schmachte ich ihn an und im nächsten schlage ich mich auf die Seite seiner Frau Ellie. Manchmal konnte ich es einfach kaum fassen, wie rücksichtslos er ihr gegenüber einen Fehler nach dem anderen begeht, was vielleicht auch in meiner Natur als Frau liegt. 😉
Aber das tut nichts zur Sache, denn primär geht es in dem Spiel ja um die fesselnde Story: Auf der Suche nach dem ganz großen Piratenschatz stoße ich auf herausfordernde Rätsel und actiongeladene Schussgefechte und bewundere schwärmerisch Nates Kletterkünste. Während ich die überwältigende Grafik und Animationen genieße, wünsche ich mir, dass das Spiel einfach niemals endet.

Nichtsdestotrotz findet jede noch so mitreißende Story irgendwo ein Ende und auch wenn es mir schwerfällt, nun mit dieser Reihe abzuschließen, war dieses Finale einfach herzerwärmend.

Platz 1

The Last Guardian

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Bis Anfang Dezember war ich mir noch sicher, dass Uncharted 4 auf dem ersten Platz meiner Top 3 sein wird, doch dann kam The Last Guardian und schubste es einfach so vom Thron.

Nach sieben Jahren Entwicklungszeit freute ich mich besonders auf diesen Titel von Japan Studio. Nun kann ich sagen, dass ich meinen persönlichen Hype auf das Spiel absolut nicht bereue. Dabei begeistert mich vor allem das atemberaubende Setting und die Story, was nach Ico und Shadow of the Colossus aber auch nicht anders zu erwarten war.
Gleich nachdem ich das Vertrauen zu Trico, einem Katze-Greif-Hybriden, gewonnen habe, fängt das Abenteuer an:
Mit ihm an meiner Seite durchquere ich gefährliche Schluchten, wunderschöne Ruinen und löse allerhand Rätsel. Allerdings habe ich auch einige Zeit damit verbracht, einfach ein wenig die traumhafte Landschaft zu bestaunen oder den guten Trico zu kraulen, bis er sich hinlegt. (Hier gab es viele „Aww“-Momente, welche mein Katzenliebhaberherz höher schlagen ließen.)

Im Großen und Ganzen ist es für mich ein fantastisches Spiel, mit einer weniger fantastischen Steuerung und ein paar Kameraproblemen. Über diese sehe ich allerdings gerne hinweg, da der Fokus des Spiels auf der packenden Story und der wundervollen Atmosphäre liegt. Das sollte ein echter Fan zu schätzen wissen.

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