gamescom 2026: Sisters of Solitude

Jedes Jahr vergrößert sich der Auftritt und die allgemeine Relevanz der Indie-Games auf der gamescom stetig. Das Beispiel der Indie Arena Booth zeigt dieses Wachstum deutlich an den Zahlen: Während im Jahr 2013 noch etwa 10 Entwickler*innen an einem kleinen Stand zusammenkamen, waren es auf der diesjährigen Messe bereits über 200 Spiele, die eine globale Vielfalt diversester Titel in Halle 10.2 für die Besucher*innen der Messe boten. Diese spannende Entwicklung sorgt jedoch auch dafür, dass es gar nicht mehr möglich sein kann, in der Kürze der Messewoche alle interessanten Indie-Titel wahrzunehmen, weshalb wir für euch einige unserer Highlights ein wenig näher unter die Lupe nehmen wollen. Diesmal geht es um das Pixel-Art-Horror-Spiel Sisters of Solitude.

Der Vergangenheit auf der Spur

Bei Sisters of Solitude handelt es sich um die kreative Umsetzung der Eindrücke, die die Entwickler*innen von nanonimo aus Kanada bei der Erkundung realer alter Kloster gesammelt haben. In der Rolle einer Teenagerin seid ihr den Geheimnissen auf Spur, die sich vor vielen Jahren an dem Ort abgespielt haben, den ihr jetzt erkunden sollt. Im Zentrum der Geschichte stehen dabei vier Klosterschwestern und ein Mord, den sie an ihrer Klostermutter verüben wollten. Warum am Ende auch die vier Schwestern auf mysteriöse Art ums Leben gekommen sind, gilt es nun, Jahre später zu entlarven. Dabei seid ihr ausgerüstet mit klassischen Geisterjagd-Items, die euch bei der Enthüllung der Vergangenheit helfen sollen. Ihr habt also keine Waffen und erkundet ein gruseliges Kloster. Sicherlich eine gute Idee!

Auf Geisterjagd

Für die Geisterjagd selbst stehen euch dann drei klassische Tools zur Verfügung, mit denen ihr versuchen müsst, die Tode aufzuklären und dabei möglichst unbeschadet wieder aus der Situation herauszukommen. Zum einen bekommt ihr eine Kamera an die Hand, mit der ihr paranormale Aktivitäten bildlich sichtbar machen könnt. Durch die limitierte Anzahl an Fotopapier müsst ihr aber genau überlegen, ob es sich wirklich lohnt, ein Foto zu schießen oder ihr lieber ein wenig sparen wollt. Am besten sondiert ihr dafür vorher die Situation mit eurem EMF-Detektor, der bei Anomalien in der Umgebung ausschlägt und euch so darüber informiert, wo ihr vielleicht lieber näher hinschauen solltet. Mit eurem Rekorder könnt ihr außerdem Geräusche aufzeichnen, die ansonsten nicht wahrnehmbar wären. Auch könnt ihr versteckte Notizen und Tagebucheinträge in den unterschiedlichen Räumen des Klosters finden, die euch zusätzliche Informationen über die Vergangenheit liefern und euch der Lösung des Mysteriums näher bringen. Wo ihr zuerst hingeht, steht euch dabei frei, denn es gibt keinen linearen Plan für die Erkundung. Die Kombination aus diesen Dingen ermöglicht euch dann schlussendlich, die Geheimnisse zu lüften und zu erfahren, was vor vielen Jahren in den Hallen des Klosters geschehen ist.

Horror im Retro-Look

Für die Erzeugung der Stimmung wollen die Entwickler*innen dabei auf einen klassischen Pixel-Art-Stil und 8-Bit-Soundeffekte setzen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt besonders gruselig erscheinen. Der fehlende Realismus stellt eine Herausforderung für ein Game im Horror-Genre dar, der die Entwickler*innen vor allem durch atmosphärische Sounds entgegenwirken wollen, um trotzdem in die richtige Stimmung zu versetzen. Der Trailer des Spiels vermittelt hier bereits einen guten ersten Eindruck und zeigt, dass diese Kombination funktionieren kann.

Wie geht es weiter?

Sisters of Solitude befindet sich noch in der Entwicklung, soll 2027 erscheinen und ist bereits auf Steam gelistet. Sollte euch die Idee des Spiels also gefallen, ist die Wishlist vermutlich der beste Weg, um den weiteren Verlauf im Auge zu behalten und keine wichtigen Informationen rund um den Titel aus Kanada zu verpassen.

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