Judgment: Alles was ihr zum Release wissen müsst

Segas Mafia-Franchise Yakuza brachte es im letzten Jahr bereits auf den mittlerweile sechsten Hauptteil, ganz zu Schweigen von den unzähligen Ablegern und Remakes, die das japanische Unternehmen im Laufe der Jahre veröffentlichte. Mit Judgment (im Original “Judge Eyes: Shinigami no Yuigon”) will man nun ein gänzlich neues Projekt an den Start bringen, welches zwar frischen Wind verspricht, aber dennoch auf einige altbekannte Mechaniken setzt. Pünktlich zum westlichen Release, fassen wir für euch die wichtigsten Fakten zum Action-Adventure zusammen.

Darum geht’s!

In Judgment schlüpfen wir in die Rolle des Privatdetektivs Takayuki Yagami. Einst ein erfolgreicher Anwalt, hing unser Protagonist nach einem tragischen Ereignis seine Karriere an den Nagel und fristete fortan ein Dasein als Detektiv. Sein Ziel: Das organisierte Verbrechen in Tokyo zu Fall bringen.

Obwohl Judgment eine völlig neue IP begründen soll, spielt der Titel im selben Universum wie das vorherige Mammutprojekt Yakuza. Erneut dürfen wir Morde im japanischen Mafia-Milleu aufklären und dem nur allzu gut bekannten Stadtviertel Kamurocho, den ein oder anderen Besuch abstatten.

Early Access für Vorbesteller

Judgment erschien traditionsgemäß bereits eine ganze Zeit früher in Fernost, denn die Japaner durften bereits am 13. Dezember 2018 Hand an den PS4-Titel legen, während es für den kompletten Westen erst am 25. Juni dieses Jahres soweit sein wird. Eine Ausnahme gibt es dennoch: Solltet ihr den Titel in Sonys PlayStation Store vorbestellen, könnt ihr euch nicht nur über ein exklusives PS4-Design freuen, sondern ganze vier Tage früher, also am 21. Juni, in das Detektiv-Abenteuer starten. Der Early-Access-Zugang gilt allerdings nur für digitale Vorbestellungen.

Skandal!

Kaum in Europa erschienen, macht Judgement schon mit negativer Presse auf sich aufmerksam. Dies hatte sogar zur Folge, dass das Spiel kurzzeitig komplett aus dem Verkauf genommen wurde. Aber was ist passiert?

Der Sprecher, Schauspieler und Musiker Pierre Taki, wurde in Japan für seinen Kokainkonsum verhaftet. Da die Gesetze und auch Ansichten in Japan bezüglich Drogenmissbrauchs zu den strengsten der Welt gehören, hatte Sega kurzerhand entschieden sich von dem Skandal zu distanzieren und den Schauspieler aus dem Spiel zu streichen. Einige Zeit nach dem Verkaufsstopp meldete sich der japanische Publisher zurück und gab bekannt, dass man sämtliche Szenen und Synchronaufnahmen des Antagonisten Kyohei Hamura vollständig ersetzt habe. Kurz darauf konnte der Verkaufsstopp aufgehoben werden, so dass einem westlichen Release damit nichts mehr im Wege steht.

Detektivarbeit mit Fäusten

Spielerisch orientiert sich Judgment stark an seinen direkten Vorgängern der Yakuza-Reihe. Bei dem Actiontitel handelt es sich zwar durch und durch um einen Thriller, in dessen Mittelpunkt stehen aber einmal mehr die actiongeladenen, brutalen Kämpfe. Inspiriert wurde das Kampfsystem dabei augenscheinlich von Yakuza 0, welches euch erlaubt zwischen verschiedenen Kampfstilen zu wechseln. Gänzlich neu ist hingegen ein Erkundungsfeature, mit dem ihr Tatorte und Schauplätze genauer unter die Lupe nehmen und nach neuen Hinweisen suchen müsst. Auch die Befragung von Zeugen ist Teil eurer Detektivarbeit und erlaubt es euch sogar, die Fragen in einer von euch festgelegten sowie  taktisch sinnvollen Reihenfolge zu stellen. Auch wenn ihr hier zwar keine falschen Entscheidungen treffen könnt, so winken findigen Detektiven doch zumindest Bonuspunkte.

Und was erwartet euch sonst noch in Judgment? Kurzum: Viele aufwändige Zwischensequenzen, eine lebendige, halbwegs offene Spielewelt, zahlreiche Minispiele und Nebenquests, sowie eine gewisse Portion japanische Verrücktheit.

Endlich in Englisch

Ein weiteres Novum für die Serie ist die optionale, englische Sprachausgabe. Alle bisherigen Yakuza-Spiele erschienen im Westen lediglich mit englischen Untertiteln und original japanischer Vertonung, was zumindest die Zugänglichkeit im Westen sichtlich einschränkte. Eine gute Nachricht gibt es auch für unsere Sprache, denn immerhin deutsche Untertitel werden den Weg ins Spiel schaffen. Puristen können natürlich jederzeit auf die japanische Sprachausgabe zurückwechseln.

Was unterscheidet Judgment jetzt eigentlich von der Yakuza-Reihe?

Streng genommen kreiert das Ryu Ga Gotoku Studio mit Judgment ein eigenständiges Spin-off der berühmten Yakuza-Reihe. Dem Yakuza-Erfinder Toshihiro Nagoshi zufolge, unterscheiden sich die beiden Spielereihe vor allem in ihrer Story sowie ihrem Gameplay. Hier sollen Yakuza-Veteranen die größeren Abweichungen vorfinden. Die Spielwelt samt Locations und den verwendeten Assets würden dahingehend größtenteils recycelt und für Judgment wiederverwendet.

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