Jedes Jahr vergrößert sich der Auftritt und die allgemeine Relevanz der Indie-Games auf der gamescom stetig. Das Beispiel der Indie Arena Booth zeigt dieses Wachstum deutlich an den Zahlen: Während im Jahr 2013 noch etwa 10 Entwickler*innen an einem kleinen Stand zusammenkamen, waren es auf der diesjährigen Messe bereits über 200 Spiele, die eine globale Vielfalt diversester Titel in Halle 10.2 für die Besucher*innen der Messe boten. Diese spannende Entwicklung sorgt jedoch auch dafür, dass es gar nicht mehr möglich sein kann, in der Kürze der Messewoche alle interessanten Indie-Titel wahrzunehmen, weshalb wir für euch einige unserer Highlights ein wenig näher unter die Lupe nehmen wollen. Dieses Mal geht es um den 2D-Platformer Croak, der durch handgezeichnete Bilder und eine crispe Steuerung besticht.
Froschprinz mit Zungen-Grapple
In Croak schlüpft ihr in die Haut eines Prinzen, der seine Heimat von einem Fluch befreien muss. Er selbst wurde dabei in einen Frosch verwandelt, was ihn aber auch mit einer neuen Stärke ausgestattet hat: seiner Froschzunge. Da es sich bei dem Spiel um einen 2D-Platformer handelt, könnt ihr euch mit der Zunge an Wänden festkleben und so größere Distanzen überbrücken, wobei die Zunge zur wichtigsten Spielmechanik wird. Ihr katapultiert den kleinen Froschprinzen also von Screen zu Screen durch verschiedene Biome und müsst dabei immer wieder kleine Challenges meistern, die euch durch das Leveldesign in den Weg gelegt werden.

Einfach zu lernen, schwer zu meistern
Auch wenn das Spielprinzip von Croak relativ schnell zu erlernen ist, weil der Zungen-Grapple das zentrale Element der Steuerung ist, ist das Meistern nicht direkt simpel. Die ersten Abschnitte könnt ihr relativ schnell hinter euch lassen, der Schwierigkeitsgrad steigt aber immer weiter an, so dass ihr an einigen Stellen nicht einfach drauf los jumpen könnt, sondern eure Routen vorher gut durchdenken müsst. So kann es beispielsweise sein, dass ihr mit Objekten in eurer Umgebung smart interagieren müsst, um dann in Kombination mit gutem Timing weiterzukommen. Ihr bekommt es außerdem mit Boss-Fights zu tun, die sich euch am Ende der Biome in den Weg stellen.

Schön gezeichnet, gut umgesetzt
Neben den tollen Bildern, die Croak optisch bietet, ist aber auch die sehr präzise Steuerung zu betonen. Durch einige der kreativen Schöpfer*innen, die bereits an Cuphead und Rick & Morty gearbeitet haben, sammelt auch Croak visuelle Pluspunkte, die in den detaillierten Ausarbeitungen der einzelnen Biome deutlich werden. Der Froschprinz steuert sich aber auch sehr smooth durch die Level und der Zungen-Grapple funktioniert ohne Probleme und intuitiv, so dass das Spielen nicht in Frust endet, sondern auch bei häufigeren Fails Spaß macht. Sowohl visuell als auch technisch scheint der Titel also gut ausgestattet zu sein.
Wie geht es weiter?
Croak befindet sich gerade noch in der Entwicklung durch das kanadische Indie-Entwicklerteam Woodrunner Games und soll noch in diesem Jahr erscheinen. Ihr könnt bereits über Steam eine Demo antesten, wenn ihr den Platformer selbst ausprobieren wollt. Wir sind sehr gespannt auf die finale Version und halten euch bei Neuigkeiten auf dem Laufenden.


