LEGO holt ja nicht erst seit gestern berühmte Leinwandlegenden auf die heimischen Konsolen: nach Indiana Jones und Captain Sparrow statten uns mit dem aktuellen Game “LEGO Jurassic World” nun auch die Urzeitsaurier pünktlich zum Kinostart einen Besuch ab. Ob die Klötzchendinos ebenso zu beeindrucken wissen wie ihre großen Brüder aus dem gleichnamigen Film, wollen wir euch in diesem Test verraten. Also, hereinspaziert in den LEGO Jurassic Park!

Auf den Spuren längst vergessener Helden

Ist der Spieler zu Beginn mit dem Helikopter auf der Isla Nublar gelandet, darf er zunächst auswählen, ob er das Adventure gemäß der klassischen Trilogie nachspielen oder unmittelbar in die bereits eröffnete Jurassic World eintreten möchte. In den insgesamt 20 Storymissionen nimmt uns das Game mit auf eine Reise durch die berühmten Szenen aller Filmteile. So stellen wir uns dem Kampf mit den Raptoren aus „Jurassic Park“ oder erleben hautnah den Auftritt des Gen-Dinosauriers Indominus Rex mit, der in dem aktuellen Film „Jurassic World“ für Angst und Schrecken sorgt.

Mit einem Team aus Plastikmännchen gilt es, durch lineare Areale zu spazieren, kleinere Rätsel zu lösen und alles zu zerhauen, was sich dem Spieler in den Weg stellt. Draufhauen lohnt sich hier gleich doppelt, denn nicht selten bergen die Trümmer wertvolle Sammelobjekte und liefern nützliche Bauteile für Leitern, Sprungbretter oder ähnlich nützliche Werkzeuge.

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Im Laufe des Abenteuers begegnet der Spieler immer wieder den virtuellen Abbildern bekannter Schauspieler, wie Jeff Goldblum oder Chris Pratt, die mit ganz besonderen Fähigkeiten ausgestattet sind. Während ein Charakter beispielsweise Mauern per Greifhaken zum Einsturz bringen kann, gelingt es dem anderen, mit seinem Elektrogewehr Hightech-Apparate zu aktivieren. Die Story sowie viele Dialoge sind nahezu 1:1 an den Filmen angelehnt, was dem Spiel nochmal einen ganz besonderen Charme verleiht. Aber auch die ikonischen Dinosaurier des Jurassic-Park Universums fungieren nicht nur als Hindernisse, sondern können zeitweise auch als schuppige Spielfiguren genutzt werden. Selbstredend sind auch die Urzeittiere mit ganz speziellen Talenten versehen und können beispielsweise mit einer Rammattacke Felsmauern durchbrechen.jurassicworldfazit

Ein weiteres gelungenes Element des Games ist der Einsatz diverser Minispiele. So gilt es, sich eine bestimmte Zahlenabfolge zu merken, kranke Dinos mit verstreuten Süßigkeiten wieder aufzupäppeln oder nach verborgenen Abzweigungen zu suchen. Wer sich zunächst mit dem Spielprinzip vertraut machen möchte, kann sich in dem Modus “Freies Spiel” richtig austoben. Dieser dient insbesondere dem Zweck, sich mit den Fertigkeiten verschiedener Spielfiguren genauer auseinanderzusetzen. Natürlich lässt sich das Game auch mit einem Koop-Partner meistern, was für zusätzlichen Spielspaß sorgt.

Neben vielen bunten Klötzchen und einem hübsch aufgemachten LEGO Universum hat das Game jedoch streckenweise mit ziemlichen Technikproblemen zu kämpfen. So fällt insbesondere die Steuerung der Dinosaurier sehr wackelig aus, was einiges an Spielspaß einbüßen lässt. Auch zeigt sich in Jurassic World mal wieder das Phänomen typischer LEGO Spiele, bei dem bereits existierende Ideen gerne wieder aufgegriffen werden. So werden die nicht selten eingesetzten Verfolgungspassagen schnell Langeweile aufkommen lassen.

Wertungskasten
Präsentation
9
Spieldesign
9
Balance
8
Atmosphäre/Story
9
Umfang
10
Freie Redakteurin

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