Preview: eFootball PES 2020

Neuer Name, neues Spiel?

Wie jedes Jahr steht auch dieses mal ein neuer Ableger der Pro Evolution Soccer Reihe an. Ab diesem Jahr heißt die Spielereihe allerdings eFootball PES 2020. Nunja, spricht sich noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus. Ob nicht nur der Name sondern auch das ganze Spiel in eine andere Richtung einschlägt, werde ich euch in diesem Preview erzählen.

Exklusivität siegt

Genau wie beim Konkurrenten FIFA von Electronic Arts sieht man sich bei Konami von Jahr zu Jahr gezwungen, immer mehr exklusive Partner unter den Nagel zu reißen. Und dies schafft der japanische Konzern – zwar nicht in dem Umfang wie bei der Konkurrenz – ausgesprochen gut. Die exklusiven Mannschaften sind derartig detailgetreu nachempfunden, dass ich im ersten Moment wirklich dachte, ich schaue mir live ein Spiel des FC Bayern in der Allianz Arena an. Auch andere Teams wie Juventus Turin, welches beispielsweise in FIFA neuerdings gar keine Lizenz mehr besitzt, sind per Gesichts- und Stadion-Scan kaum mehr vom Original zu unterscheiden.

Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft weitere exklusive Partner hinzukommen, denn etwas Konkurrenzkampf in der Lizenzsituation kann definitiv nicht schaden. Für die restlichen fehlenden Lizenzen muss auch dieses Jahr wieder ein Option File mit den korrekt editierten Daten Abhilfe schaffen.

Spielaufbau komplexer, Passspiel fehlerhafter

Bekannterweise steht Realismus bei den Entwicklern von PES als Merkmal ganz oben auf der Agenda. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich hier auch dieses Jahr wieder etwas getan hat und man uns abermals ein Stückchen näher zum echten Fußball bringt. Denn nicht nur in Sachen Gameplay hat sich einiges getan, auch die Meister-Liga kommt mit einigen Neuerungen daher. Dank Exklusivität könnt ihr berühmte Trainer wie Zico, Johann Cruyff oder Diego Maradona für eure Mannschaft als Coach akquirieren und die Spielstile der jeweiligen Trainer in das Team einbringen.

eFootball PES 2020 wirkt auf dem Platz realistischer, in der Offensive vor allem eleganter. Wenn euch die neuen Dribblingsteuerung oder die tödlichen Zuspiele im Strafraum gelingen, macht das Spiel unglaublich viel Spaß! Man merkt dass man den Ball Spiel für Spiel immer besser kontrolliert und sieht ebenfalls stetig mehr Möglichkeiten sein Spiel zu gestalten. So kann man auch gegen eine dicht gestaffelte Abwehr kreative Lösungen finden. Allgemein wurde das Spieltempo etwas reduziert, so das selbst kurze Pässe mit dem FC Bayern mehr Konzentration verlange und die Gegner-KI bei Ballverlust deutlich aggressiver agiert. Dafür fühlt man sich in der Abwehr manchmal noch zu sehr wie ein Zuschauer und die Belegung der Steuerung wirft noch einige Fragen bzgl. alt bekannter Manöver auf. Mal abwarten, wie sich die finale Version präsentiert, vor allem auch was das so genannte “Inspire” betrifft, bei welchem die Mitspieler andere Laufwege oder Taktiken zeigen, je nachdem wer gerade am Ball ist. Zum Beispiel sollen Mitspieler von Messi, Räume für ihn eröffnen, wenn er das Spielgerät am Fuß führt.

In der angespielten Demo ist mir auch ein sehr kleinlicher Schiedsrichter negativ aufgefallen. Anderen Spieler bei dem Termin von Konami haben die Entwickler ebenfalls auf das Problem hingewiesen. Diese erklärten uns allerdings gleich, dass dies bereits von den Entwicklern als Feedback aufgenommen wurde und sich deswegen im finalen Spiel in der Form nicht so wiederfinden wird.

Wenn ihr euch ein eigenes Bild von dem kommenden Pro Evolution Soccer machen möchtet, so ladet euch am besten die Demo auf euer eigenes System herunter. Diese steht seit dem 30. Juli für alle verfügbaren Systeme in den jeweiligen Stores bereit. Zum ersten Mal erscheint das Spiel auch in 6 verschiedenen Club Editions mit den exklusiven Partnern FC Bayern München, Celtic Glasgow, FC Barcelona, Manchester United, Juventus Turin und Arsenal London. Das Cover ist für das entsprechende Team gestaltet.

efootball PES 2020 erscheint am 10. September 2019 für PC, PlayStation 4 & Xbox One.

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