Preview: One Piece Pirate Warriors 4

Die vom Studio Omega Force entwickelte Pirate-Warriors-Reihe kann sich nunmehr über seinen vierten großen Serienteil freuen. Wir haben einen ersten Blick auf das unlängst angekündigte Piratengemetzel geworfen.

Die Strohhutbande darf sich in One Piece Pirate Warriors 4 ein weiteres Mal im in Japan so populären Musou-Genre behaupten und kehrt für ein neues Abenteuer zurück auf unsere heimischen Bildschirme. Inhaltlich dürfen Spieler ein neues Kapitel des Anime mehr oder weniger akkurat nachspielen. Dieses Mal dreht sich jedoch alles um den Arc Whole Cake Island und die Antagonisten Big Mom.

In der exklusiven gamescom-Demo konnten wir mit Ruffy bereits unsere ersten Schritte über die besagte Insel machen und direkt zu Beginn einige von Big Moms Gefolgsleuten einheizen. Wie im japanischen Musou-Genre üblich, werden wir dabei nicht mit ein, zwei oder drei Gegnern konfrontiert, sondern gleich mit Aberdutzenden. Der Clou: Als allmächtiger Superheld mäht ihr mit den verschiedensten Flächenattacken alles auf Anhieb nieder, was euch in die Quere kommt. Die Kombination und Ausführung der Attacken erzeugt dabei einen angenehmen Spielfluss, der erheblich zur Motivation und sicherlich auch zum massiven Erfolg des Genres in Japan beitrug.

Ruffy selber hat neben seinen zwei Standardattacken, einen Sprintangriff, mit dem er Gegner in die Lüfte befördern kann, sowie vier “Gum-Gum-Attacken” in petto, die über die Schultertaste ausgewählt werden können. Für Letztere benötigt Ruffy allerdings zunächst Fokus, den er über Standardattacken generiert. Die Angriffe gehen flott von der Hand, wenngleich die etwas eigensinnige Kamera die Übersicht in hektischen Gefechten einschränkt und dafür sorgt, dass die ein oder andere Attacke ihr eigentliches Ziel verfehlt. Dank der immensen Anzahl an Kontrahenten auf dem Schlachtfeld geht euer Angriffe aber zumindest so gut wie nie ins Leere.

Bei einer schier riesigen Anzahl an Feinden ist es kein Wunder, dass gerade die Standardgegner als reines Kanonenfutter herhalten müssen. Sie sehen nicht nur alle gleich aus, sondern können uns alle auch keinerlei ernsthaften Schäden zufügen. Immer wieder trafen wir auch auf Kommandeure, also größere Versionen des immergleichen Gegnertyps, die deutlich mehr wegsteckten. Am Ende der Demo wartete sogar eine überdimensionale Big Mom darauf, von uns überwältigt zu werden. Anders als die übrigen Klonkrieger hatte sie Zugriff auf diverse Spezialfähigkeiten und sogar eine überaus starke Verteidigung. Erst wenn Big Mom zum Angriff ansetzte, konnten wir diese umgehen und ihr direkten Schaden zufügen. Via Gum-Gum-Kraft mussten wir uns zudem an die Schwachstelle auf dem Rücken katapultieren, um unsere Angriffe möglichst effektiv auf sie einprasseln zu lassen. Eben diese kleinen taktischen Gegebenheiten bringen zumindest etwas Abwechslung in die sonst so stupiden, kombofokussierten Auseinandersetzungen.

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Im oberen Bereich eures HUDs habt ihr abseits davon Zugriff auf eine Mini-Map, die euch mitteilt, wo ihr Gegnerherde zu erwarten habt und wo sich das nächste Ziel befindet. Die Karte ist dabei in größere Areale unterteilt, in denen ihr die Gegnermassen besiegen müsst, um überhaupt erst den nächsten Abschnitt freizuschalten. Unterwegs findet ihr zwar immer wieder vereinzelte Items, die Areale gleichen sich allerdings wie ein Ei dem anderen. Die Umgebungen fallen angelehnt an die Anime-Vorlage sehr farbenfroh aus, machen aber schon zu Beginn einen verbrauchten und lieblosen Eindruck.

Pirate Warriors 4 soll zwar erst 2020 erscheinen, dennoch hat Publisher Bandai Namco mit Schiffskoch Sanji, Rachel und Fischmensch Jimbei schon drei weitere spielbare Charaktere angekündigt, die ihr neben dem Kapitän der Strohutpiraten in den Kampf schicken dürft. Jeder der Protagonisten soll demnach über eigene Fähigkeiten und ein individuelles Moveset verfügen. Weitere Charaktere sollen noch bis zum Release angekündigt werden.

Fans der Pirate Warriors Reihe bekommen mit Teil 4 mehr von ihrem geliebten Musou-Gameplay. Neue spielbare Charaktere werden für das Minimum an Abwechslung sorgen und der neue Arc dürfte frischen Wind ins Franchise bringen. Wie groß die Langzeitmotivation letztlich ausfallen wird, bleibt aber abzuwarten.

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