Bandai Namco hatte auf der vergangenen gamescom noch einige weitere Spiele im Aufgebot, die der Presse bereits in einer spielbaren Demo zur Verfügung standen. Unter ihnen ebenfalls der kommende Action-Hit One Piece: World Seeker, der den Fans des japanischen Mangas das Spielerlebnis bieten möchte, welches sich die Fangemeinde seit Beginn des Piraten-Epos wünscht.

In One Piece: World Seeker verschlägt es euch nämlich in der Haut von Held Ruffy auf eine vielfältige Gefängnisinsel, die ihr später vollkommen frei erkunden könnt. Die von Bandai Namco selbst als Open-World deklarierte Spiellandschaft war in der verfügbaren Fassung allerdings nur in einem überschaubaren Rahmen begehbar. Später versprach man uns allerdings, soll die insel mit den verschiedensten Arealen und optischen-unterschiedlichsten Territorien aufwarten. Bleibt abzuwarten inwiefern die Diversität der Insel, den Missstand um die fehlenden Schiffsfahrten und Reisen über die neue Welt auffangen kann.

Anlässlich der gamescom 2018 Demo konnten wir einen bereits bekannten Abschnitt in einer leicht begrünten Fläche samt Höhenunterschieden frei begehen. Dabei wartet Ruffy mit aus dem Manga sowie Anime bekannten Fähigkeiten auf. So kann der Gummimensch seine Arme strecken und dehnen um mächtige physische Attacken auf die Gegner prasseln zu lassen. Besonders interessant sind aber Ruffy’s Haki-Fähigkeiten, die in One Piece: World Seeker ebenfalls ihren Platz finden. So könnt ihr mittels des Observationshakis Gegner ohne Schwierigkeiten aufspüren und euer Rüstungshaki verhilft euch dazu noch stärkere Schläge auszuteilen. Das Ganze hat sich recht dynamisch gespielt, das Trefferfeedback und die grundlegende Wucht hinter Ruffys Gummi-Fäusten wollten allerdings noch nicht ganz auf dem Niveau starker Action-Adventure glänzen. Es bleibt außerdem zu hoffen, dass der Strohhut-Pirat mit diversen Fähigkeiten und Skills aufgewertet werden kann, Rollenspiel-Elemente würden dem kleinen Aime-Abenteuer definitiv gut zu Gesicht stehen.

Wer auf Jail-island sich aber nicht immer auf seine Fäuste verlassen möchte, kann ebenfalls versteckt agieren. So lassen sich Gegner auch hinterrücks mittel Stealth-Mechaniken auseinandernehmen. Ein interessantes Element, dass dem offen Spielkonzept noch etwas Tiefe aufdrückt. Da wo die Fähigkeiten des Hauptcharakters überzeugen konnten, ließ uns die Welt leider etwas enttäuscht zurück. Die Insel selbst wirkte nämlich überraschend leer, inhaltslos und oberflächlich konstruiert. Kleinere Überraschungen, simplere Rätsel, versteckte Orte oder NPC’s sollte das offene Abenteuer zum Release im laufenden Jahr bieten könne, um das grundlegende Open-World-Element zu rechtfertigen. Die Standard-Gegner innerhalb des Areals hätten sich den Titel ‘Klonkrieger’ leider redlich verdient und konnten nur mit wenig Abwechslung und Diversität überzeugen.

Als besonderes Schmankerl für alle eingefleischten Strohhut-Fans, werden im Verlauf des Spiels aber immer wieder zahlreiche bekannte Gesichter zusehen sein. Neben Akainu oder einem Pacifista, die in unserer Demo ebenfalls als Gegner bereit standen, soll der Rest der Strohhut-Piraten zudem einen Platz in One Piece: World Seeker erhalten. Diese sollen allerdings nicht spielbar sein, sondern lediglich als Qust-gebende NPC’s fungieren. Inwieweit das dem Charme der Serie und der Charakterfülle der einzelnen Protagonisten gerecht wird, bleibt vorerst abzuwarten.

Abseits von den langen Ladezeiten, machte One Piece: World Seeker technisch bislang einen akzeptablen Eindruck. Ein offizielles Releasedatum steht bislang leider noch nicht in Aussicht. Das Action-Adventure soll allerdings noch in diesem Jahr für PlayStation 4, Xbox One und PC veröffentlicht werden.