Wolltet ihr schon immer einmal als ehemaliger Häftling im Rahmen einer TV Show um euer Überleben kämpfen? Einen Charakter bis ins Detail nach euren Vorstellungen gestalten und in einem Spiel euch mehr um die richtige Ernährung bemühen als jemals in echt? Dann könnte SCUM genau das richtige sein.

Nicht mehr lange und es ist so weit. SCUM, ein neuer Open-World-Survival-Titel steht an und wird in der Early Access Version ab dem 29. August so manch einen um sein Überleben kämpfen lassen. Doch was steckt eigentlich genau dahinter und inwieweit unterscheidet das Spiel sich vielleicht von anderen Titeln des Genres?.

Angesetzt als TV-Show werdet ihr als ehemaliger Gefängnisinsasse in einer Welt ausgesetzt, in der ihr nicht nur überleben müsst, sondern rundum von tausenden Kameras überwacht werdet, welche natürlich auch etwas geboten bekommen wollen. In klassischer Survival Manier startet man hierbei mit der Charaktererstellung, welche besonders detailreich ausfällt und nicht nur einzelne Körperpartien, sondern auch eure generelle Erscheinung steuern lässt. Im Gegensetz zu anderen Spielen ist das Aussehen eures Charakters hierbei nicht nur kosmetisch, sondern bestimmt ebenso über eure Werte und Fähigkeiten mit. Ein etwas beleibter Körper kann euch somit helfen auch mal durch eine Hungerperiode zu kommen, ist dafür aber träger und hat auch nicht gerade die beste Ausdauer. Doch nicht nur das beeinflusst euer Spiel. So beeinflusst das Alter der Charaktere z.B. eure Intelligenz und Stärke. Letztere in-Game wiederum euren Rückstoß und und und… SCUM bietet euch somit komplette Freiheiten und schafft mit einem Verzicht auf klassische Klassen oder vorgefertigte Modelle ein Spiel, welches euch den Charakter zu eurem ganz persönlichen und einzigartigen Spielstil fertigen lässt.

Seid ihr dann in der Welt angelangt sind euch fast keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt euch frei bewegen, durch Fenster klettern, über Zäune springen, um Ecken schleichen und am Ende dann vielleicht doch entdeckt werden und davonrennen. Vor wem ihr davon rennt, kann sich dabei von Fall zu Fall unterscheiden. Zum einen da euer Körper und das Gewicht, welches ihr mit euch tragt, beeinflusst, ob es nicht vielleicht doch effektiver wäre in den Kampf zu gehen. Auf der anderen Seite werdet ihr sowohl Spielern als auch NPC´s gegenüberstehen, welche euch am liebsten am Boden liegen sehen.

In der Welt von SCUM gibt es keine Zombies, auch wenn dies auf den ersten Blick so wirken könnte, sondern reaktivierte Kandidaten. So wird euch im Rahmen der Fernsehshow ein Chip eingesetzt, welcher euren Körper überwacht (mehr dazu später), aber auch nach dem Tod den Körper bis auf das Bewusstsein reaktiviert, um euch als seelenlose Hülle, wie all die anderen Kandidaten, umherwandeln zu lassen. Tötet ihr reaktivierte Kandidaten wiederum, sind sie Geschichte für immer.

Kommen wir auch schon zum soeben genannten Punkt der Überwachung eures Körpers. So wollten die Entwickler von SCUM eine so lebensecht wie mögliche Umgebung schaffen, um euren Charakter an seine Grenzen bringen zu können. Eure Aufgabe ist es nicht nur in der Welt zu überleben, sich um Nahrung und Kleidung zu kümmern, sondern auch darauf zu achten was ihr euch da eigentlich in den Mund steckt. Denn es gibt nicht nur Ernährung als solches, sondern Werte für Vitamine, Minerale und alles Weitere bis ins Detail und solltet ihr euch dann doch nur von Schokolade (falls im Spiel vorhanden) ernähren, macht euch das nicht nur kräftiger, sondern führt auch noch zu Mangelerscheinungen.

Trotzdem ist nicht nur die Ernährung überwachbar, sondern auch euer Herzschlag, die Temperatur, Lungenvolumen und vieles mehr. Rennt ihr also zu lange müsst ihr euch erstmal erholen oder es schädigt euren Körper. Doch keine Angst, wie der Entwickler mir auf der gamescom versicherte, ist es einfach in das Spiel einzusteigen. Jedoch wird es auch Herausfordernder, gerade wenn ihr euren Charakter bis an seine körperliche Grenzen bringen wollt, da ihr hierfür alles genauestens beachten müsst.

Bleibt zum Schluss nur noch etwas zum Stand des Spiels zu sagen. So ist es in der Early Access Version ab dem 29. August auf Steam verfügbar. Auch wenn in der ersten Version kaum bis kein Handlungsstrang verfügbar sein wird, gibt es denoch genug zu tun und zu erkunden. Abseits von seinem Alleinstellungmerkmal, dem fast schon absurden Detailgrad, besitzt SCUM auch eine sehr große und offene Welt. Wenn ihr nicht allein spielen wollt, könnt ihr natürlich auch mit euren Freuden zusammen auf Erkundungstour gehen, da es sich schließlich um einen Multiplayer-Survival-Titel im großen Stil handelt. Eigene Server sind ebenso möglich, jedoch wird es von Haus aus bereits Server für alle Spieler geben, welche dies nicht benötigen.

Das Spiel erscheint am 29. August 2018 für PC.