Dragon Ball gilt seit jeher als Prügel-Anime schlechthin und hat bereits Ende der 90er große Erfolge auf dem NES und Co. Gefeiert. Nun legen Bandai Namco & Arc System Works nach und bringen mit „Dragon Ball FighterZ“ die Bildschirme zum Beben. Dabei gehen die Entwickler mit einer 2D-Version zurück zu den Wurzeln und konzentriert sich voll und ganz auf ein ausbalanciertes Gameplay samt aufgemotzter Grafik. Ob die Prügelbande auch diesmal einen Spitzenplatz im Universum der-Beat’em Ups holt oder der Comic-Rauferei die Luft ausgeht?

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Wie man es von Dragon Ball kennt, kommt auch „Dragon Ball FighterZ“ mit einem Story-Modus daher, der als nettes Beiwerk dient und einmal ganz neue Wege beschreitet. Ein Android mit der Nummer 21 fungiert diesmal als Hauptbösewicht und möchte den beliebten Z-Kämpfern den Gar ausmachen. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle von Son Goku, übernimmt dabei aber im wahrsten Sinne des Wortes lediglich seinen Körper. Wenn auch die Kämpfer wissen, dass sie es hier nicht mit Son Goku persönlich zu tun haben, schöpfen sie Vertrauen und schließen sich dem Kampf gegen die düstere Wissenschaftlerin an. Denn auch wenn die Antagonistin ihre ganze Grausamkeit walten lässt, schlummert auch in ihr noch eine gute Seite, die es zu retten gilt.

Schwindelerregende Kämpfe + butterweiche Steuerung = Beeindruckendes Pixelgewitter

Bereits nach wenigen Spielminuten zeigt sich „Dragon Ball FighterZ“ als klassisches 2D-Prügelspiel, in welches der Spieler quasi als ganz neuer Charakter eingebunden wird. Gleich zu Beginn findet man sich in einer frei begehbaren Lobby wieder, über die man die unterschiedlichen Spielmodi anwählen kann. So meistert man im kniffligen Arcade-Modus ein Duell nach dem anderen und schleudert in bewährter Dragon Ball-Manier lästige Gegnergruppen vom Feld. Im lokalen Modus darf man sich dann mit Freunden messen, während der Übungsmodus als virtuelle Trainingsstation fungiert. Wer etwas erzählerischen Tiefgang sucht, der ist mit dem umfangreichen Storymodus gut beraten und erfährt anhand zahlreicher Sequenzen alle Details zu Son Goku, essenziellen Bündnissen und mutigen Mitstreitern. Für jedes Match lassen sich drei Champions auswählen, die ebenfalls gegen eine Crew von drei Widersachern antritt. Während des Kampfes kann man fließend zwischen den einzelnen Figuren wechseln und so einen Kollegen ins Spiel holen, der an richtiger Stelle den entscheidenden Move absolviert. Die Gefechte sind selbstredend das Herzstück des Titels und warten dank überarbeiteter Mechaniken zu einem wahren Augenschmaus auf. Das liegt nicht zuletzt an der butterweichen Steuerung, die sämtliche Attacken und Angriffe auch Einsteigern leicht zugänglich macht. Natürlich sind auch die Luftkampfszenen hier wieder ein wahres Highlight, die vor allem durch die Supermoves perfekt zur Geltung kommen. Einen taktischen Tiefgang erhält das Spiel mitunter auch dank der unterschiedlichen Skills der Fighter, die jeden Kampf zu einem einzigartigen Erlebnis werden lassen. Während Son Goku gerne mal mit Feuerbällen um sich wirft oder Majin Boo ein wirksames Gift einsetzt, können andere Charaktere einen Gefährten wiederbeleben oder zeigen sich besonders in der Defensive als effizientes Schutzschild. Mittels im Spiel erworbener Ingame-Währung können nicht nur nützliche Z-Kapseln gekauft, sondern der Avatar zudem mit Farben und Ausrüstungsgegenständen aufgepimpt werden.

Besser könnte ein Anime nicht aussehen

Neben einem gelungenen Gameplay überzeugt vor allem die Grafik auf ganzer Linie und hebt den bisher gekannten 2D-Animelook auf eine neue Ebene. Sämtliche Animationen laufen flüssig und ruckelfrei, sodass man sich nur allzu gern in dem bombastischen Effektgewitter verliert. Zugegeben, der leicht schrille Soundtrack wird nicht jedem Ohr schmeicheln, trägt aber dennoch perfekt zu dem flippigen Anime-Flair bei.

Hier geht es zum Test-Video: YouTube

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Wertungskasten
Präsentation
9
Spieldesign
9
Atmosphäre/Story
8
Balance
9
Umfang
8

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