2014 eroberte „Hyrule Warriors“ die Wii U und begeisterte damit zahlreiche Zelda- und Warrior-Fans. Vier Jahre später folgt nun die Portierung für die Nintendo Switch, welche mit einer überarbeiteten Grafik, verbesserter Performance sowie einem Sammelsurium neuer Helden aufwartet. Doch ob die Massenschlachten nach wie vor überzeugen können?

Eine düstere Magierin treibt ihr Unwesen in Hyrule

Die Geschichte ist schnell erzählt und dient als nettes Beiwerk. Die düstere Zauberin Cia hat ganze Horden an Monstern dazu instrumentalisiert, über das beschauliche Hyrule herzufallen. Doch als wäre das nicht schon genug, ist Prinzessin Zelda plötzlich verschwunden. Nun ist es an Link, die biestige Gegenspielerin aus dem Weg zu räumen und sich durch Massen an allerlei Kreaturen zu kloppen.

Zwingt die Riesenmonster in die Knie!

Dreh- und Angelpunkt sind auch dieses Mal die detailliert gescripteten Gefechte. So gilt es, Schlachten zu meistern, die Kommandanten der gegnerischen Armeen in die Knie zu zwingen sowie Festungen zu erobern. Hierzu nutzt der Spieler Komboketten, geschickte Spezialattacken sowie leichte und schwere Hiebe. Die Kampfmechaniken sind dabei so eingängig, dass man schnell erste Erfolge feiert und relativ wenig Frustmomente aufkommen. Während sich die standarttypischen Gegner mit der richtigen Taktik gut bezwingen lassen, sind die knackigen Bossgegner nur schwer aus der Bahn zu werfen. Hier warten die für Zelda bekannten Biester, beispielsweise König Dodongo oder Riesenspinne Gohm. Damit Link für sein Abenteuer auch bestens gewappnet ist, darf er sich aus einem Sammelsurium an Waffen, wie Pfeil und Bogen, Bumerang, Schwert oder Bomben, bedienen. Selbstredend kann man sich für die Duelle auch einen Kumpanen an die Seite holen und sich den Gegnern im kooperativen Zweispielermodus widmen. Doch wenn auch Hyrule Warriors viele Stunden Unterhaltung bietet, spielen sich vor allem die Duelle auf Dauer sehr generisch.

Jede Karte ein einzigartiges Abenteuer

Für die richtige Abwechslung sorgt in erster Linie der liebevoll gestaltete Abenteuermodus. Hier erwarten den Spieler 9 umfangreiche Karten, auf denen man sich durch verschiedenste Missionen kämpfen, rätseln oder wetteifern muss. So gilt es, Quizrunden in Form von Duellen zu meistern, sich epischen Schlachten zu stellen oder um wie Wette nach Rubinen zu hechten. Auch der Herausforderungsmodus bietet einige nette kleine Missionen, die vor allem an das Kämpferkönnen des Spielers appellieren. An der Seite des Spielers agieren auch dieses Mal die magischen kleinen Feen, die man auf den verschiedenen Quests sammeln kann. Damit sie jedoch ihre volle Kraft entfalten können, fordern sie einiges an Nahrung und Kleidung. So ist jede der Feen mit einer bestimmten Fähigkeit ausgestattet, die im Kampf durchaus nützlich sein kann. So schwächen die kleinen Freunde die Gegner, fördern die Heilung eigener Kameraden und wappnen den Spieler damit besser für die Schlachten. Mit dabei sind neben vielen bekannten Figuren aus der Zelda Reihe auch einige Neuzugänge, wie beispielsweise die Magierin Lana oder Linkle, dem weiblichen Pendant zu Link.

Flüssiges Gameplay und malerische Grafik

Wenn auch die Grafik des Spiels keine Bäume ausreißt, ist der technische Feinschliff jedoch nicht von der Hand zu weisen. So überzeugt nicht nur die bessere Auflösung, auch glänzt die Switch Version mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde, sofern man den TV Modus nutzt. Ansonsten tragen sowohl die scharfen Texturen als auch die gelungenen und detailverliebten Charaktermodelle maßgeblich zum Spielgefühl bei. Hinsichtlich des Soundtracks sind viele bekannte Arrangements dabei, die vor allem Fans vertraut sein dürften. Eine Vertonung sucht man jedoch, wie man es von so vielen Zelda Titeln kennt, leider fast vergeblich.

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