Bereits im Jahr 2009 feierte „The Book of Unwritten Tales“ erfolgreich sein Debüt und konnte Zocker aus aller Welt mit witzigen Helden und einer fantasievollen Aufmachung begeistern. Nun erschien mit „Book of Unwritten Tales 2“ bereits im Februar diesen Jahres die Fortsetzung des Games für den PC.

Damit nun endlich auch Konsolenjunkies in den Genuss des charmanten Point’n‘Click Adventure kommen, legte EuroVideo am 18.09.2015 nach und bedachte auch die PlayStation 4 und Xbox One mit dem bunten Abenteuer. Wir haben uns mit dem ungleichen Heldengespann ins Abenteuer gestürzt und berichten euch, ob das Game an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen kann.

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In „The Book of Unwritten Tales 2“ stehen wieder die vier Hauptfiguren aus dem ersten Teil im Zentrum des Geschehens: Nate, der Möchtegern-Held, Ivo, die verträumte Elfe, Wilbur, der Gnom und natürlich das „Vieh“. Die Geschichte knüpft unmittelbar an den ersten Teil an: Die Armee der Schatten ist besiegt und die Fantasy-Welt Aventásien findet nur schwer zur Normalität zurück. Während Gnom Wilbur sich als Zauberei-Professor übt und mit besserwisserischen Schülern herumschlägt, ist Elfe Ivo von der schrecklich perfekten Idylle ihres Elternhauses nur noch genervt. Als wäre das noch nicht genug, sitzen Freibeuter Nate und sein Gefährte das „Vieh“ auch noch auf einer einsamen Insel fest. Die ehemalige Gruppe scheint zerrüttet, doch eine Wiedervereinigung ist näher als zunächst gedacht. Denn im Hintergrund brauen sich dunkle Wolken auf und ein Feind erhebt sich, der größer und gefährlicher nicht sein könnte. Allen voran wandelt eine geheimnisvolle Seuche um sich, die jedes Wesen in pinkfarbene Gegenstände verwandelt. Und auch der ach so friedfertige Gnom Wilbur scheint in Schwierigkeiten und wird des Mordes an dem Erzmagier beschuldigt.

Welche dunklen Mächte lauern im Hintergrund und wer hat es wirklich auf den Erzmagier abgesehen? Eines steht fest: auch dieses Abenteuer können die Freunde nur gemeinsam bestreiten. Eine Reise durch eine fantastische Welt beginnt, die weitaus mehr als malerische Wälder und verwunschene Schlösser zu bieten hat.

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Witzige Dialoge und eine malerische Grafik

In „The Book of Unwritten Tales 2“ schlüpft der Spieler im steten Wechsel in die Haut eines Charakters aus dem Heldenquartett und findet sich in wunderschön kreierten 2D-Welten wieder. Wie es sich für ein klassisches Point’n’Click Adventure gehört, dürfen natürlich auch hier knackige Rätsel sowie jede Menge versteckter Gegenstände nicht fehlen. Die kleinen Minispiele sorgen nicht nur für ein abwechslungsreiches Gameplay, sondern halten den Spieler zudem dazu an, jede noch so verwunschene Ecke zu durchforsten. Die Story von „The Book of Unwritten Tales 2“ ist durchweg spannend und mit der richtigen Prise Humor erzählt. So kommen während des Abenteuers durch Aventurien witzige Anspielungen auf andere große Spiele-Franchises oder Film-Reihen nicht zu kurz und sorgen für manchen Schmunzler zwischendurch. Komplettiert wird das Gameplay durch aberwitzige Dialoge, die mit einer Riege an hochkarätigen Synchronsprechern richtig zur Geltung kommen. Sämtliche Rätsel sind fair gestaltet und logisch strukturiert, sodass der Spieler den Lösungsweg stets ermitteln kann.

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Präsentiert wird die Geschichte durch eine wunderbar gezeichnete und animierte Grafik, die nicht besser auf das Spiel abgestimmt sein könnte. Seichte Pinselstriche und wunderschöne Lichtspiele bringen sämtliche Farben und Details zum Leuchten und heben jede noch so kleine Textur passend hervor. Überall findet man kleine verschnörkelte Erker sowie jede Menge liebevoll designtes Gerümpel. Der wunderbar mystische und beschwingende Soundtrack komplettiert gekonnt den visuellen Eindruck und bleibt auch lange Zeit nach dem Spielen noch im Ohr. Ein einziges Manko des Spiels ist allerdings die Tatsache, dass sich das Game streckenweise zu sehr in Rätsel verliert und damit die Handlungsfäden teilweise etwas verloren gehen. Dies tut allerdings sowohl der Spannung als auch dem Spielfluss keinerlei Abbruch.

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