Heiter bis Indie: Industries of Titan

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Das seit April 2020 im Early Access befindliche und schon zu Beginn mit einigen Vorschusslorbeeren bedachte Aufbaustrategiespiel, das es bisher nur im Epic Games Store gab, wird zum angekündigten Juni-Update mit vielen Neuerungen nun zusätzlich auch auf Steam erhältlich sein.

Und die Roadmap, die die Entwickler des kanadischen Studios Brace Yourself Games vorgelegt haben, scheint für einige fast zu gut, um wahr zu sein. Die Erwartungen an Industries of Titan sind dementsprechend hoch, denn trotz der bisher schon über einjährigen Early Access-Phase sieht das Spiel bereits grafisch sehr gut aus und macht mit seinem bisherigen Gameplay, das an der einen oder anderen Stelle noch poliert wird, sehr vieles richtig.

Zur Hintergrundgeschichte: Mit Hilfe eines machthungrigen und mysteriösen Rates bekommt man als Geschäftsführer eines ruchlosen Unternehmens ein Stück Land auf dem Saturnmond Titan zugeschoben, das es nun zu bewirtschaften gilt, um dort die industrielle Vormacht zu erlangen. Koste es, was es wolle, denn auf die Umgebung oder gar Nachhaltigkeit scheint dabei wenig geachtet zu werden. Wie in Aufbauspielen üblich, muss man fix weiteres Land erschließen, um die eigenen Grenzen auszuweiten und eine funktionierende Industriestadt auf den Ruinen früherer Generationen aufzubauen.
Stumme Zeug*innen früherer Besiedlungen und deren Untergang sind die Grundlage für das neue Imperium. Wertvolle und zum Bau nützliche Materialien sowie technologische Artefakte sind in diesen uralten Ruinen begraben, die es zu erforschen und plündern gilt.

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Industries of Titan bietet aber nicht nur einen Aufbausimulator, der sich auf die äußere Infrastruktur fokussiert, sondern es muss auch das Innenleben vieler Gebäude ausgebaut und verbessert werden, um ihnen eine bestimmte Aufgabe zuzuordnen und dafür funktionsfähig zu machen. Baut man also ein Gebäude, scheint es zunächst erstmal nur ein paar Wände mit einem Dach, bis man Gegenstände wie bspw. Maschinen oder andere Module hinzufügt – so kann ein Gebäude bspw. für die Energiegewinnung und Müllverwertung verwendet werden. In einigen Fabriken kann man auch selber vereinfachte Geräte gegen niedrige Investitionen produzieren, um sie solange verwenden und die Wirtschaft ankurbeln zu können, bis ein Upgrade möglich ist.
Der wachsende Reichtum und das sich vergrößernde Einflussgebiet bleiben auch anderen Bewohner*innen des Mondes nicht verborgen und so muss die Stadt und deren Arbeiter*innen regelmäßig vor Angriffen beschützt werden.

Feinde könnten entweder durch Gefechte mit Schlachtschiffen, die man selbst bspw. mit Waffen und Schilden ausrüsten kann, technologische Forschung zu Verteidigungsanlagen wie bspw. Abwehrtürmen oder auch politische Einflussnahme elimiert werden. Rebell*innenlager können aktiv auch selber gesucht und dem Erdboden gleichgemacht werden. Und bei dem ganzen Gebaue und Gekämpfe dürfen auch die Bedürfnisse der Bewohner*innen nicht außer Acht gelassen werden.
Industries of Titan scheint in den nächsten Monaten noch viel mehr vorzuhaben, um dieses schon bisher komplexe Echtzeit-Aufbaustrategiespiel noch zu erweitern.

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Die ambitionierten Pläne und die bisher vielfachen positiven Bewertungen bewerten Industries of Titan bereits als nächsten kommenden Geheimtipp des Genres. Zwar bisher nur als Einzelspieler*innenmodus geplant, kann man in Ranglisten seinen eigenen Fortschritt mit dem anderer Spieler*innen vergleichen, und auch sonst bietet der Titel noch ein paar andere Bonuselemente wie einem Fotomodus, um die Schönheit des Mondes einfangen und teilen zu können.
Auf Epic bereits vorhanden, ist der Titel ab dem 21.06.2021 für Windows auch auf Steam in bisher elf verschiedenen Sprachen erhältlich. Falls ihr noch mehr über das Spiel und die Arbeit des Teams wissen wollt, dann könnt ihr auch dem offiziellen Discord beitreten.

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