Wenn der Schöpfer von Harvest Moon auf die Designerin von Pikachu und den Lead-Komponisten von Final Fantasy trifft, dann entsteht ein Spiel wie Hometown Story.

Getreu der Aussage “Back to the Roots” soll der Titel wieder mehr Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen legen. Ob er das geschafft hat?

Ein kleiner Laden in unserer Heimatstadt, der einst unserer Großmutter gehörte, ist nun unser. Wir haben das Geschäft geerbt und müssen es erfolgreich weiterführen. Wirtschaftliche Faktoren spielen dabei eine Rolle und das Angebot sollte mit der Nachfrage übereinstimmen. Doch der Ladenverkauf in Hometown Story ist erst der Anfang und lediglich ein kleiner Teil dessen, was uns im späteren Verlauf erwartet. Das Dorf wächst mit der Zeit, neue Bewohner ziehen ein und die lernt ihr natürlich alle ausführlich kennen und entdeckt die unterschiedlichen Charaktere. Da wäre beispielsweise die Hexe Sue, welche immer sehr viel Pech bei ihren Experimenten hat oder mit anderen Worte das gewisse Können fehlt. Ebenfalls ist der abenteuerlustige Herbie ein gern gesehener Gast, denn er hat immer tolle Ideen, was man noch so anstellen kann, um dem Dorf ein wenig Leben einzuhauchen. Die Palette der Einwohner ist bunt gemischt, wie man es bereits aus der Harvest Moon-Reihe kennt. Im Endeffekt erhaltet ihr den Vorteil, dass neue Personen bestimmte Berufe bzw. Fähigkeiten mit sich bringen, die euch neue Produkte zum Verkauf anbieten lassen und somit Umsatz gewähren. Sobald ihr morgens aufwacht, sorgt ihr erst einmal für Ordnung und bereitet den Laden vor. Platzieren von Verkaufsgegenständen ist hier das Wichtigste, aber ihr habt auch die Möglichkeit Tische nach Belieben anzuordnen und den Look der Wände zu verändern. Habt ihr dann geöffnet dauert es nicht lang, bis die ersten Kunden eintreffen. Kleine Sprechblasen zeigen an, ob diese mit eurer Auswahl zufrieden sind und sollte etwas dabei sein, könnt ihr an der Kasse den von euch festgelegten Preis kassieren.

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Jeden Tag um 14 Uhr besucht uns ein Händler, der uns zahlreiche Gegenstände zum Verkauf anbietet. Ob Gemüse, Rohstoffe, Obst, Werkzeuge oder Zeitschriften, hier ist alles dabei. Bestimmte Objekte lösen Events aus, so kommt beispielsweise der Bürgermeister in euer Geschäft falls ihr eine Uhr anzubieten habt, da er diese sammelt. Was dann folgt sind meist kleine Zwischensequenzen, die euch ein wenig Geschichte liefern und den eigentlichen Verkauf im Laden ein wenig abwechslungsreicher gestalten. Ihr müsst jedoch nicht permanent anwesend sein, sondern könnt auch auf Erkundungstour gehen und im Wald nach Pilzen suchen oder an den Fluss angeln gehen. Sollte euer Umsatz stimmen und ihr besitzt die erforderlichen Rohstoffe für einen Ausbau, habt ihr die Möglichkeit einen größeren Laden bauen zu lassen. Vorteil ist natürlich die wesentlich größere Verkaufsfläche, wo ihr ein größeres Warenangebot anbieten könnt. Was ein wenig schade ist, ist die Tatsache dass das Gameplay im Geschäft nicht wirklich viele Möglichkeiten bietet und ihr eigentlich nur Ware ausstellt und wartet bis sie gekauft werden oder ein Event aktiviert wird. Es gibt hier keine Feldarbeit zu absolvieren oder Tiere zu füttern, diese Aufgaben übernehmen andere Einwohner die letztendlich bei euch die nötigen Werkzeuge bzw. das Futter kaufen. Es ist sozusagen ein umgekehrtes Harvest Moon und leider wurde das Konzept nicht sehr gut umgesetzt, da man einfach zu wenig zu tun hat. Anfangs ist die Motivation noch sehr groß reich zu werden, wenn man aber alle Sachen gekauft hat, bleibt nicht mehr viel. Nichtsdestotrotz sind die Interaktionen mit den Einwohnern stets kleine Lichtblicke, da sie sehr menschlich rüberkommen und wesentliche Dinge über das Leben lehren. Das betrifft sowohl Kinder als auch Erwachsene und man merkt, dass hier die im Vorfeld angekündigten zwischenmenschlichen Beziehungen hervorragend zur Geltung kommen.

Unseren anfangs erstellten Charakter, der entweder weiblich oder männlich ist, wird zudem von einer Fee begleitet, die auf den Namen Pochica hört. Sie steht uns zur Seite und redet auch mehr oder weniger für uns, damit wir uns als Spieler besser in unseren Charakter versetzen können. Im Haus selbst haben wir auch noch die Möglichkeit eine Einwohnerliste zu begutachten aus der wir die Vorlieben von den Personen ermitteln um unser Angebot im Nachhinein entsprechend anzupassen. Auch das Haushaltsbuch ist dort ersichtlich, welches Einnahmen und Ausgaben für jeden Tag zeigt. Der Soundtrack ist perfekt, schöne Melodien begleiten uns durch Hometown Story und das Design ist sehr farbenfroh und niedlich gehalten, was mir aber sehr gut gefällt. Nach etwas zähem Einstieg erlernt man schnell, worauf es in dem Titel ankommt und es gibt auch von Zeit zu Zeit mehr Aufgaben zu erledigen, da wie bereits erwähnt die Einwohnerzahl stetig steigt.

Wertungskasten
Grafik
8
Sound
8
Gameplay
7

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