Micky Maus ist wieder da! Sega hat das damals fürs Mega Drive erschienende Castle of Illusion aufgepeppt. Ob sich das neue Design und die 3D-Passagen positiv auf das Gesamtbild auswirken, erfahrt ihr im Test.

Hier kommt die Maus! Mit diesen Worten steigen wir ein in die Neuauflage des Jump’n Run-Klassikers. Vorab einmal ein kurzer Rückblick auf die Story, die böse Hexe Mizrabel stört die beiden verliebten Mäuse und entführt Minni. Jetzt liegt es natürlich an Micky, Mut zu zeigen und seine Geliebte zu befreien. Allerdings gelingt ihm das nur, wenn er die Regenbogenbrücke wiederherstellt und dafür benötigt er die Kristalle von den sieben Meistern der Illusion.

Wer den Klassiker kennt, wird erstaunt sein über die Ähnlichkeit. Viele Details sind exakt gleich im Spiel erhalten, nur eben alles etwas schöner und zeitgemäßer. Dazu zählen die Gegnertypen, das Leveldesign und auch altbekannte Geheimwege. So bewegt und springt ihr also von links nach rechts im typischem Stil, sammelt Diamanten ein, welche euch neue Welten betreten lassen oder Sterne, die euch zusätzliche Trefferpunkte geben. Neben diesen beiden Objekten gibt es auch noch Mauseohren, die euch ein extra Leben bescheren, sowie versteckte Gegenstände, die euch z. B. Konzeptbilder oder Kostüme freischalten lassen.

Doch was gibt es Neues? Castle of Illusion präsentiert euch einige bekannte Spielpassagen in neuer Form. Hier kommt dann die dritte Dimension zum Einsatz und sorgt für etwas Abwechslung. Insgesamt gesehen bleibt das Spiel aber dem grundsätzlichen Jump’n Run-Stil treu und ihr hüpft und hüpft was das Zeug hält. Landet ihr auf Gegnern könnt ihr euch noch weiter in die Höhe schleudern und somit neue Gebiete erreichen. Wo wir gerade beim Hüpfen sind, leider steuert sich Micky sehr schwammig. Als ich das erste Mal losgesprungen bin, war ich etwas verwundert und dachte mir “Was ist das denn jetzt?”. Gott sei dank gewöhnt man sich daran, denn es wird wohl an den Animationen liegen, die durchaus schick aussehen, dem Spielgefühl jedoch etwas Unpräzises geben.

Soundtechnisch wurden die alten Melodien neu vertont und euch erwartet eine orchestralische Musikkulisse, wie aus einem Disney-Film. Nebenbei werdet ihr noch von einem Erzähler begleitet, der euch in jedem Kapitel die Geschichte etwas näherbringt. Leider ist die Sprachausgabe nur in Englisch vorhanden, allerdings mit guten deutschen Untertiteln. Letzten Endes ist das Remake von Micky ein toller Spaß für jung und alt geworden. Trotz weniger Neuerungen und kleinen Steuerungsmängeln bekommt man hier ein spielbares Märchen mit wunderschöner Musik, farbenfrohen Welten und Detailvielfalt.

Fazit

Nach den Enten kommen jetzt auch die Mäuse von Disney in den Genuss eines Remakes. Für Fans sind beide Titel ein absoluter Pflichtkauf, für Neulinge im Jump’n Run-Genre ist Castle of lllusion ein perfekter Start. Es gibt viel zu entdecken und dank der genialen musikalischen Untermalung macht es einfach nur riesig Spaß durch die Welten zu hüpfen. Dabei verliert ihr natürlich nicht euer Ziel aus den Augen, denn schließlich wollt ihr wieder mit Minni vereint sein. Die Spielzeit ist zwar etwas kurz, dennoch sollte man sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen.

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