Das spanische Entwicklerstudio Mercury Steam liefert mit Castlevania Lords of Shadows 2 den Abschluss der Trilogie. Was dieser für Neuerungen mit sich bringt erfahrt ihr im Test.

Nach Castlevania Lords of Shadow und Mirror of Fate ist seit kurzem auch das Finale der Trilogie erhältlich. Castlevania Lords of Shadow 2 beweist Mut zu neuen Ideen, an der Umsetzung mangelt es aber leider noch ein wenig. In punkt Atmosphäre, Synchronisation, Soundtrack und der Kampfmechanik werden allerdings wieder die altbekannten Stärken wirkungsvoll genutzt. Alles was ihr vor einem Kauf über den Titel wissen solltet, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Dracula gegen Satan. Gabriel, der den Wunsch hat, endlich zu sterben erwacht nach langer Zeit in der Moderne und trifft dort auf Zobek, welcher ihm diesen Wunsch erfüllen möchte. Natürlich nicht ohne Gegenleistung und so soll sich Dracula gegen die Rückkehr von Satan stellen. Wer die beiden Vorgänger noch nicht gespielt hat, dem wird die Geschichte sehr verwirrend und komplex vorkommen. Ist man aber erst einmal eingetaucht in die Welt von Castlevania City so lernt man im Verlauf des Spiels die Charaktere und dessen Hintergründe immer besser kennen. Dadurch ergibt sich das stärkste Feature von Castlevania Lords of Shadow 2, die Story. Mit starken Synchronsprechern wie z. B. erneut Robert Carlyle und Patrick Stewart in Kombination des orchestralischen Soundtracks wird eine faszinierende Atmosphäre geschaffen.

Die Kämpfe beinhalten wie immer sehr viel Action und diesmal haben wir mit Dracula drei verschiedene Waffen im Arsenal. Da wäre zunächst die Schattenpeitsche, welche eine hohe Reichweite hat und vor allem gegen meherere Gegner effektiv sein kann, als Nächstes das leere Schwert mit dem wir bei Treffern unsere Lebensanzeige erhöhen können und zu guter Letzt die Chaoskrallen, welche Schilde von Gegnern relativ schnell vernichten. Jede dieser Waffen kann natürlich auch wieder mit zahlreichen Upgrades verbessert werden, je nachdem welchen Spielstil man bevorzugt. Außerdem sind die Krallen und das Schwert nur begrenzt nutzbar, indem man eine Kraftleiste füllt und diese bei Aktivierung dann langsam sinkt.

Als weitere Neuheit kann man den Feinden jetzt per Biss ihr Blut aussaugen, was allerdings mit einer kurzen Sequenz demonstriert wird und dadurch kommt es leider zu einer Unterbrechung der sonst rasanten Kämpfe. Auch die Verwandlung in eine Ratte, welche wir vollführen um damit Schleichpassagen zu absolvieren ist nicht wirklich spaßig. Die Wege sind dermaßen exakt kalkuliert, dass man bei einem Hindernis sehr viel Fingerspitzengefühl zeigen muss, um vorbeizugelangen. Frustmomente sind hier leider vorprogrammiert und auch wenn die Idee ganz nett ist, so ist sie meiner Meinung nach in einem Castlevania fehl am Platze.

Die Kletterpassagen gehen flüssig von der Hand, ein Fledermausschwarm ist hier stets der Wegweiser für erklimmbare Orte. Einige Hilfen und auch Quick-Time-Events lassen sich im Menü abschalten, wodurch sich der Schwierigkeitsgrad nochmal etwas hochschrauben lässt, da auch die im Spiel enthaltenen Rätsel nicht sehr anspruchsvoll und schnell gelöst sind. Grafisch sticht vor allem das Schloss von Dracula heraus, aber auch das moderne Castlevania City braucht sich nicht verstecken und überzeugt mit schönen Lichteffekten und düsterem Look. Lediglich einige Texturen fallen in der Umgebung negativ auf, allerdings sind die Charaktere und Gegner wiederum toll inszeniert und da kann man auf Fußabdrücke in Wasserpfützen schon einmal verzichten.

Fehler entdeckt? Bitte melden

Wertungskasten
Grafik
7
Sound
8
Gameplay
7

Kommentare