Auch dieses Jahr darf man sich wieder aufs Eis begeben, Gegner anrempeln und schließlich den Puk ins Tor befördern. Welche Neuerungen euch in NHL 16 erwarten, dass verraten wir euch in unserem Test.

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Der Wechsel auf die neue Konsolengeneration tat dem alljährlichen Sporttitel nicht sehr gut. Zu wenige Neuerungen bzw. Verbesserungen gegenüber der Version für die Xbox 360 und PlayStation 3 wurden von den Fans bemängelt. Nun ist ein weiteres Jahr vorbei und Electronic Arts hat sich die Kritik zu Herzen genommen, wie man bereits bei Spielstart feststellen kann. So erkennt man beispielsweise direkt Spielmodi aus vorherigen Ablegern der Serie wieder, auf die man in NHL 15 verzichten musste. Darunter befindet sich neben der Saison, dem Playoff-Modus oder NHL Legends auch erneut die EA Sports Hockey League. Neben der NHL stehen euch auch die europäischen Ligen zur Verfügung, um euer favorisiertes Team auszuwählen. Solltet ihr neu in der NHL-Reihe sein, dann startet ihr am besten mit dem Trainingsmodus, wo euch neben der generellen Steuerung auch die mögliche Vorgehensweise in verschiedenen Spielsituationen erklärt werden.

An Abwechslung mangelt es diesmal definitiv nicht und so könnt ihr beispielsweise auch die Be-A-Pro-Karriere starten und euch dort vom Amateur bis zum Profi hocharbeiten. Ein Charakter-Editor gibt euch die Möglichkeit euren Spieler individuell zu gestalten, auch wenn dieser längst nicht mit dem eines Rollenspiels zu vergleichen ist. Wo wir aber gerade beim Rollenspiel sind, eure Fähigkeiten steigern sich ab sofort automatisch und zwar je nachdem was ihr am häufigsten verwendet, ähnlich wie in Skyrim. Hier gab es eine Änderung zu vorherigen Teilen, wo ihr noch eine fixe Anzahl an Punkten selbst verteilen konntet.

Eine sehr sinnvolle Neuerung stellt das Hilfesystem dar, welches euch während eines Spiels mit Hinweisen versorgt. Dies spiegelt sich im Spiel so wieder, dass über den Charakteren jeweils die bestmögliche Aktion aufploppt, die ihr in dem Moment ausführen könnt. Vor allem für Anfänger ist dies hilfreich und eine gute Idee der Entwickler, um die Lernkurve zu steigern. Der Spielfluss wurde insofern verbessert, dass sich alles auf dem Eis insgesamt noch flüssiger und realisitischer anfühlt. Dazu tragen vor allem die überarbeitete Physik und Animationen bei. Auch die KI ist effektiver und reagiert nun mit mehr “Gehirn” auf eure Aktionen. Sie positionieren sich sowohl im Angriff als auch in der Defensive besser und vollführen einen Pass wenn ihr euch freigelaufen habt.

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Solltet ihr nicht zufrieden sein, dann habt ihr zudem die Möglichkeit in den Spieloptionen noch etwas zu verändern. Ihr könnt dort beispielsweise entscheiden ob eure Mitspieler den Puk eher nach vorne befördern oder lieber auf “Pukbesitz” spielen sollen. Die Steuerung ist nicht verändert worden mit Ausnahme des Goalies, wo ihr nun verschiedene Manöver zur Auswahl habt. Die Atmosphäre um das Spielfeld herum ist erneut gut gelungen und wenn man genau hinschaut erkennt man sogar Maskottchen der Vereine. Leider ist dies bei den europäischen Ligen nicht der Fall, aber da hat das Entwicklerteam direkt etwas, was im nächsten Teil integriert werden könnte. Auch die Kommentatoren tragen natürlich einen großen Teil zum realistischen Gefühl während des Spielens bei, aber auch hier gibt es das altbekannte Problem, dass man sich zu schnell an den wenigen Texten sattgehört hat.

Wer den Titel auf der Xbox 360 oder PlayStation 3 spielen möchte, der kann sich die NHL Legacy Edition zulegen, die allerdings ohne jegliche genannten Neuerungen der aktuellen Konsolengeneration daherkommt. Ihr erhaltet lediglich aktualisierte Teams und somit ist dieser Ableger nur für Liebhaber geeignet. Wer sich auf etwas Neues freut, der kommt an NHL 16 für PlayStation 4 oder Xbox One nicht vorbei und wird keinesfalls enttäuscht werden.

Wertungskasten
Präsentation
8
Spieldesign
8
Balance
8
Atmosphäre/Story
8
Umfang
9