TEST

Mortal Kombat 11

Der Prügel-Epos geht in die nächste Runde

Präsentation
9
Spieldesign
9
Atmosphäre/Story
8
Balance
8
Umfang
10

„Mortal Kombat“ zählt zu einer der erfolgreichsten Prügel-Reihen und will auch in diesem Jahr den Siegesdurst der Zockergemeinde stillen. Der aktuelle Ableger „Mortal Kombat 11“ soll seine Vorgänger in Sachen Brutalität noch einmal übertrumpfen und die Knochen wieder ordentlich brechen lassen. Wir haben uns den morbiden Zweikämpfen gestellt und verraten euch in unserem Test mehr zu dem Spielprinzip sowie den nennenswerten Neuerungen.

Wenn Vergangenheit und Gegenwart sich vermischen

Die Handlung von „Mortal Kombat 11“ knüpft unmittelbar an den Geschehnissen des Vorgängers an. Nachdem Oberboss Shinnok erfolgreich ins Jenseits verbannt wurde, geht Donnergott Raiden drastische Wege, um die Erde auch fortan vor düsteren Mächten zu beschützen. Damit jede Eventualität berücksichtigt wird sollen nicht nur die tatsächlichen, sondern auch alle potenziellen Gegner, ins Gras beißen. Kronika, die sich selbst als „Hüterin der Zeit“ sieht, findet an diesem Vorhaben jedoch keinerlei Gefallen und sieht das Gleichgewicht der Welten bedroht. So bedient sie sich dem Sande der Zeit, um das Zeitgefüge zu manipulieren und damit kurzerhand Gestalten aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu befördern. Als Held folgt der Spieler der Zeitlinie, trifft dabei diverse Charaktere verschiedenster Zeiten und stellt sich epischen Kämpfen.

Butterweiche Kämpfe und noch mehr ausgefeilte Moves

Wenn auch der Zeitaspekt in „Mortal Kombat 11“ ins Zentrum des Geschehens gerückt wird, wechseln sich kinowürdige Kämpfe mit kurzen Zwischensequenzen ab. Die Kampfmechaniken sind merklich an den Vorgänger angelehnt, haben jedoch an mehreren Stellen einen kleinen Feinschliff erhalten. So darf der Spieler sich rettender „Fatal Blows“ bedienen, die immer dann genutzt werden können, wenn ihm noch rund 30 Prozent der Lebensenergie verbleibt. Via Tastendruck lässt sich nun ein ausgesprochen bombastischer Kombo-Angriff vollziehen, der dem Kontrahenten einiges an Energie abverlangt und so das Comeback des Spielers bedeuten könnte. Zudem verfügt der der Energiebalken, den man bereits aus dem Vorgänger kennt, über eine offensive und defensive Leiste, welche sich separat wieder auffüllen. Gelingt es dem Spieler, besonders gut getimte Paraden hinzulegen, werden diese als „Perfect Block“ anerkannt und ein erweitertes Zeitfenster für einen satten Konter gewährt. Wie auch bei den Vorgängern lohnt es sich, die Fähigkeiten und Skills des eigenen Kämpfers perfekt zu beherrschen und damit galante Kettenangriffe hinzulegen.

Einzigartige Kämpfer dank brandneuem Anpassungssystem

Ein weiteres neues Feature in „Mortal Kombat 11“ ist das Individualisierungs- und Anpassungssystem, mittels dem der Spieler seinen Kämpfer mit Rüstungsteilen, Kostümen, Waffen und anderen Items modifizieren kann. Als beliebte Quelle dienen mitunter die „Türmen der Zeit“, in denen der Spieler gegen ganze Gegnerhorden antritt und nach dem Bosskampf satte Boni einheimsen kann. Etwas simpler geht es in dem sogenannten Krypta-Modus zu, in dem den Spieler immense Mengen an Loot-Truhen erwarten, die mitunter Skins, Charakter-Effekte oder andere Gegenstände offenbaren. Natürlich hält „Mortal Kombat 11“ auch wieder ein ganzes Sammelsurium spielbarer Helden bereit, wie beispielsweise Klingenkrieger Baraka, Blutzauberin Skarlet oder Spezialagentin Sonya Blade. Jeder der 25 Charaktere besitzt sein ganz eigenes Tempo und haut die

Gegner mit einzigartigen Kombos vom Feld. So erzeugt Sonya Blade mächtige Feuerstöße und katapultiert ihr Gegenüber quer über den Platz, während Geras seine Feinde gerne mal durchlöchert und Skarlet sich selbst während des Kampfes sogar heilen kann.

Jedes Detail ist messerscharf in Szene gesetzt

Hinsichtlich der Grafik haben die Netherrealm Studios ganze Arbeit geleistet. Die verschiedenen Arenen sind detailgetreu in Szene gesetzt, während man jeden einzelnen Bluttropfen wahrnimmt, der während der Gefechte durch die Luft spritzt. Auch die Kämpfer sind authentisch inszeniert und zeichnen sich durch lebensechte Mimiken aus. Die wuchtigen Schläge werden durch einen epischen Sound sowie eine gelungene deutsche Synchro perfekt untermalt.

Jeanette Kanitz
Freie Redakteurin

Meinung

„Mortal Kombat 11“ macht dem Prügel-Epos alle Ehre und entpuppt sich im Test als wahrer Umfangsbombast. Ein überarbeitetes Kampfsystem, flüssige Moves sowie ein gedrosseltes Tempo machen die Kampfsequenzen noch komplexer und einzigartiger. Zahlreiche Spielmodi, massenweise Loot-Boxen und Items sowie ein brandneues Individualisierungssystem sorgen dafür, dass die Motivation des Spielers auf einem dauerhaft hohen Level bleibt. Wer sich etwas Abwechslung abseits der Single-Player-Kampagne wünscht, der kann selbstredend auch im Multiplayer gegen andere Spieler die Fäuste fliegen lassen. Alles in allem bietet „Mortal Kombat 11“ alles, was ein episches Prügelspiel benötigt und zeigt sich gewohnt schonungslos.

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