Nach rund drei Jahren des „anfixens“, durften wir auf der diesjährigen gamescom endlich eine Alpha-Version des kommenden Abenteuer-Titels AER: Memories of Old anspielen. Warum es einen gespaltenen Ersteindruck hinterlassen hat, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

Bereits auf gamescom 2015 gab es einen ersten Teaser mit Gameplay-Inhalten zu sehen und auch ein Jahr später, wurde man nur mit einem weiteren Trailer gefüttert. Nun war es aber soweit und wir durften endlich eine Vorab-Version des minimalistischen Abenteuer-Titels AER: Memories of Old anspielen.

Ihr steuert euren weiblichen Hauptcharakter Auk durch eine mystische und farbreiche Welt im Low-Poly-Look. Dabei folgt ihr den Spuren der Götter, die sich die „Alten“ nennen, entdeckt alte verlassende Ruinen einer vergangenen Zivilisation und erforscht die Hintergründe, die zum Untergang der alten Welt geführt haben. Um eure Spielwelt herum, finden sich zahlreichende Inseln in großer Höhe, weswegen Auk die Fähigkeit gegeben wurde, sich jederzeit in einen Vogel verwandeln zu können. Somit könnt ihr euch in der großen Welt absolut frei bewegen um die verteilten Fragmente in Form dreier Schlüssel zu finden.

Optisch erinnert AER durch den minimalistischen Look an Titel wie RIME oder ABZÜ und weiß zu gefallen. Besonders Auffällig sind die fehlenden Gesichter aller Charaktere im Spiel, was nach Rückfrage beim Entwickler Forgotten Key absolut gewollt ist, um das mystische Feeling aufrecht zu erhalten. Man habe mit Gesichtern herumexperimentiert, allerdings passte es nach einigen Tests nicht zum Charme des Spiels. Die Steuerung lief mit einem Xbox One Controller sehr gut von der Hand und auf Rückfrage bestätigten die Entwickler, dass AER primär auf die Nutzung eines Gamepads abgestimmt ist. Natürlich wird man ebenfalls mit Maus und Tastatur spielen können, allerdings ist das Spielgefühl mit einem Gamepad besser.

In unserer Session von rund 20 Minuten, konnten wir am Ende bereits einen der drei Schlüssel finden. Obwohl es kein Tutorial in dem Spiel gab und auch nicht geben wird, wie uns Forgotten Key bestätigte, fanden wir uns persönlich gut zurecht und vertrauten auf unsere Instinkte. Der Spieler soll direkt von Anfang an auf sich allein gestellt sein, so wie es z. B. auch Auk wäre. Sie wacht schließlich auf und weiß zu Beginn genau so wenig wie der Spieler, warum Sie eigentlich auf dieser Welt ist. Das Spielgefühl war insgesamt in Ordnung, allerdings finden wir die Lauf-Animation von Auk und die Haptik des Fliegens nicht so gelungen. Es passiert sehr oft, dass ihr aufgrund der hektischen Flug-Steuerung gegen ein Objekt knallt. Dies lässt euch nicht sterben, allerdings verwandelt ihr euch dann zurück in Auk und fallt zu Boden, was sehr lieblos wirkt. Die Spielzeit des Abenteuers soll laut den Entwicklern zwischen 3-8 Stunden liegen. Hierbei kommt es zum einen darauf an, wie versiert die Spieler sind und ob diese die komplette Welt in Ruhe erforschen möchten.

AER: Memories of Old erscheint am 25. Oktober 2017 für PC und Xbox One.

 

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