Die Enttäuschung der beiden ersten Hobbit-Teile stand Thomas ins Gesicht geschrieben, doch warum “Die Schlacht der fünf Heere” Ihn nun fast aus dem Kinositz gerissen hatten, erfahrt Ihr in der aktuellen Filmkritik.

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Ein versöhnliches Ende

Wer mich kennt weiß, das ich kein Fan der ersten beiden Hobbit-Teile bin. Ganz im Gegenteil, denn ich halte den ersten Teil bis heute für eine Zumutung und auch zum zweiten Teil musste ich meinem Unmut mehr als einmal Luft machen. Für meinen Geschmack viel zu viel Slapstick, gerade im ersten Teil und insgesamt einfach ebenso wenig wirklich gute Szenen. Trotzdem musste ich den letzten Teil natürlich sehen, um die Serie zu komplettieren und mir ein Bild des neusten Ablegers zu machen. Was soll ich sagen? Ich war wirklich positiv überrascht!

Natürlich blieb auch der aktuelle Teil der Hobbit-Reihe nicht von Szenen verschohnt, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte wie etwa, wenn Legolas die Regeln der Schwerkraft noch mehr als in allen vorherigen Filmen aushebelte. Auch das Ende von Smaug und die Tatsache das man aus Bard eine Mischung aus Bard und Aragorn macht, gefiel mir nicht wirklich. Trotzdem schaffte es der Film irgendwie mich mitzunehmen, vielleicht auch deshalb, weil die albernen Szenen einfach den geringsten Anteil am Film hatten. Die Entwicklung der Geschichte zwischen Tauriel und Kili gefiel mir wirklich gut und nervte nicht, wie die sonst üblichen “Love Storys” in Filmen. Überhaupt möchte ich hier einmal die schauspielerische Leistung von Aidan Turner loben, der meiner Meinung nach den besten Job im ganzen Film machte. Die Schlacht der fünf Heere beinhaltet endlich einige Abschnitte, von denen ich mir schon die ganze Zeit mehr gewünscht hätte. So setzte ich z. B. vor dem Hobbit große Hoffnung in die Darstellung der Zwerge. War Gimli in Herr der Ringe noch der ewig mürrische Zwerg, welcher gelegentlich für einen Witz herhalten musste, so erhoffte ich mir jetzt mehr Facetten der Zwergenkultur zu sehen und tatsächlich gab es immer wieder einzelne Szenen in denen ich das Gefühl hatte, das Zwerge eben mehr sind. Als diese sich noch für die titelgebende Schlacht formierten, hat es mich kaum noch im Kinositz gehalten.

Insgesamt hat sich der Film also vom reinen Slapstick-Image zu einem mehr ernsthaften Film verschoben. Was den Film aber in meinen Augen wirklich “gerettet” hatte, war das Ende. Die letzten 10-15 Minuten hatten etwas geschafft, was ich kaum noch für möglich gehalten hätte – mich vergessen zu lassen, wie enttäuscht ich von den ersten beiden Teilen war! Ich weiß nicht, wie Peter Jackson dies vollbracht hat, aber am Ende bin ich doch mit einem guten Gefühl aus dem Kino gegangen und bewundere den Film dafür.

Objektiv und mit etwas Abstand betrachtet bleiben natürlich die gemachten Fehler bestehen, aber aufgrund des für mich wirklich schönen Endes vergebe ich 4/5 Zwergen.

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Zwerge
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