Special: Fantasy Life – Tagebuch Teil 2

Weiter geht unsere Reise durch die Welt von Reveria. Was ich in meinem Leben als Jäger nach den ersten Bewährungsproben noch so alles erlebt habe, das erfahrt ihr im zweiten Teil des Tagebuchs zu Fantasy Life für den Nintendo 3DS.


Ein neuer Tag brach an und geschafft vom anstrengenden ersten Tag meines neuen Lebens quälte ich mich aus dem Bett. Mein Schmetterlingsfreund war schon voller Tatendrang und steckte mich ruckzuck damit an, denn es sollten noch viele weitere spannende Geschichten folgen. Wir begaben uns zunächst zur Statue der Göttin des Lebens auf dem Hauptplatz, wo wir etwas über ihren Hintergrund erfuhren. Es gab mit der Zeit immer mehr Menschen ohne Leben und so machte sich die Göttin es sich zur Aufgabe, dies zu ändern. Allen voran ging es um einen speziellen Wunsch der betroffenen Personen und auch ich sollte mich deshalb entscheiden. Wollte ich viel Geld, einen Kuchen oder ins Weltall reisen? Natürlich nichts von dem, was ich wollte war ein Pferd! Einen treuen Begleiter, der mich auf meiner Reise begleitet und mir lange Wege etwas angenehmer macht, das war mein Wunsch. Ich hoffte, dass er eines Tages in Erfüllung gehen würde.

Schließlich besuchte ich meinen neuen Freund Sepp, der mich gleich mit leckerem Honigpudding versorgte. Nach der gestrigen Hilfe für den kranken Mann war der Rest der süßen klebrigen Masse für uns gedacht. Als wir uns damit gestärkt hatten, verbrachten wir noch ein wenig Zeit in der Stadt, bevor wir unseren Ausflug in die Grasebene machten. Wie sich schnell herausgestellt hatte, wussten einige Bewohner darüber schon Bescheid und bitteten uns um diverse Materialien. Ein Opi war auf der Suche nach einem großen Ei, wofür er uns im Gegenzug eine satte Belohnung von 500 Gulden und einem Bronzedolch versprach. So ein Angebot konnte ich natürlich nicht ablehnen und auch ein kleiner Junge, der nach einem Grashüpfer fragte und mir im Gegenzug zehn Äpfel dafür geben wollte, erhielt meine Aufmerksamkeit. Mit zu erledigenden Aufgaben und meinem Bogen ging es dann in Richtung Wildnis.

Voller Anspannung kam ich auf meinem Weg nur langsam voran und richtete meinen Blick stets für einen Moment in jede Ecke sodass mir ja nichts entgehen konnte. An einer Quelle nahm ich etwas Wasser als Erfrischung zu mir und fand einige Kräuter, die ich gleich in meinem Rucksack verschwinden ließ. Kurz bevor der östlichen Graseben traf ich auf einen Paladin, wohl ein Wachposten. Er wirkte recht freundlich und erzählte mir einige Dinge, die ich beachten sollte, ehe ich mich in die Ferne begebe. Vor allem in der Nacht sei es wesentlich gefährlicher in der Wildnis und so nahm ich mir vor, mich erst einmal bei helllichtem Tag ein wenig umzuschauen und früh genug nach Hause zurückzukehren. Außerdem sprach er von einem Drachen, den ich auf keinen Fall angreifen solle. Spätestens hier stieg meine Motivation auf ein Maximum und mir kamen hunderte Gedanken, wie grandios es wäre, wenn jeder aus der ganzen Welt mich, den Drachenjäger aus Kastell, kennen würde. Ich begab mich also ins Getümmel und übte mich an einigen Weißwollern mit der Idee, dass mir ja eventuell ein Schneider aus dem gesammelten Fell neue Kleidung herstellen könne. Am Wegesrand fand ich nach kurzer Suche auch den gewünschten Grashüpfer, doch was ich in der Ferne erblickte sah wie eine große Herausforderung aus. Banditen! Und gleich drei von ihnen! Über Banditen spricht man viel in der Stadt und man erwähnt, dass sie einem nichts Gutes wollen. Sollte ich einen Überraschungsangriff wagen oder mich lieber zurückziehen? Was wäre, wenn sie mich zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Hinterhalt erwischen? So weit sollte es nicht kommen und ich atmete einmal tief durch, nahm meinen Mut zusammen und schoss einen gezielten Pfeil auf den Anführer. Angeschlagen und etwas benommen schickte er dann umgehend seine Begleiter auf mich los und ich rannte ins Dickicht. Als sie meine Fährte verloren, feuerte ich erneut Pfeile von meiner Position, bis ich die Truppe schließlich niederstrecken konnte. Ein ganzer Sack voll Silber sprang für mich dabei raus, wohlmöglich hatten sie diesen zuvor von jemand anderem erbeutet. Das Adrenalin war in mir hochgeschossen und ich fühlte mich wie in meinem Element. Jäger sein und nicht zum Gejagten werden, diese Idee verfolge ich.

Nachdem ich auch das große Ei, für den großzügigen Opi aus der Stadt, von einem Grassprinter fand, ging es an die eigentliche Aufgabe. In der gestrigen Nacht hatte ich eine merkwürdige Vision, die sich am Morgen als wahr herausgestellt hatte. Ein merkwürdiger Stein schlug in das Hausdach ein und als der Forscher Hugo einen Blick darauf warf, teilte er uns mit, dass es sich um einen Verdammnisstein handle. Zu weiteren Forschungszwecken solle dieser erstmal in sein Labor gebracht werden. Plötzlich kam auch Meg dazu und berichtete von einem weiteren Niederschlag im Osten. Genau darum befand ich mich in der Wildnis und ging der Sache im Auftrag von Forscher Hugo auf den Grund. Als ich an der Abschusstelle angelangt war, teilte mir ein weiterer Wachposten mit, dass die Gehilfen des Wissenschaftlers den Verdammnisstein bereits abgeholt hätten. Was war denn jetzt passiert? Ich wurde doch für diese Aufgabe auserwählt, hat sich Sepp etwa eingemischt? Aber Moment, zwei Gehilfen? Ich ahnte Schlimmes, es waren wohl die beiden bösen Buben aus der Stadt, mit denen ich bereits meine Bekanntschaft gemacht hatte. Mir wurde von einer Grotte erzählt, wo der Stein zwischenzeitlich gelagert werden sollte und so machte ich mich auf den Weg dorthin.

Eine düsterer Höhleneingang befand sich vor mir, aber ohne zu zögern betrat ich das vermutliche Versteck. Überall sah ich verschiedene Erzquellen und dachte an den Schmied aus der Stadt. Kupfer zu beschaffen war jedoch nicht meine Aufgabe und so schleichte ich weiter hinein bis meine Augen etwas Sonderbares erspähten. Ein Monster? Ein Babydrache? Ein Monster-Babydrache? Nicht weit weg von der Kreatur standen besagte Rüpel, die den Stein hierher geschleppt hatten. Wie ich heraushörte, war die kleine aggressive Kreatur wohl das Haustier der beiden Diebe. Wieder einmal war es Zeit mich zu beweisen und da die Jungs mir nicht gefährlich werden konnten, legte ich meinen Fokus auf das Wesen und den Stein. Bevor ich meinen Pfeil jedoch auf das Ungetüm abschoss, kam mir ein Gedanke. Was, wenn dieser besagte Verdammnisstein die Kontrolle über den Babydrachen ergriffen hatte? Es blieb keine Zeit mehr und ich musste handeln. Ich spannte den Bogen an und feuerte mit voller Wucht einen Pfeil los…

Der Verdammnisstein zersprang in viele Einzelteile und der Fluch löste sich vom einstigen Haustier der beiden Übeltäter. Ich lag mit meinem Instinkt richtig und hatte auch an diesem Tage wieder jede Menge für meine zukünftigen Abenteuer gelernt.

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